TV


Keine Ahnung, ob das da schon länger hängt, aber aufgefallen ist es mir erst heute Morgen, an dem Haus, in welchem unten früher die Orangerie und der Pflaumenbaum war. Was gibt es für beknackte Werbeagenturen, und für wie blöd halten die ihre Kunden?

Goatse in Bielefeld

Obwohl damit zu rechnen war, dass man Matze Hains Vertrag nicht zu seinen geforderten Bedingungen verlängern würde, bedrückt mich die Entscheidung doch schon ganz schön. Auch wenn ich gerne über Hain meckere, wie erwähnt froh bin, dass er nicht mehr die Nummer eins ist, so war er doch der dufteste aller duften Typen, die wir in der jüngeren Vereinsgeschichte hier hatten. Unfassbar sympathisch, unpathetisch aber nicht im geringsten leidenschaftslos, ein Freund der Realität und dazu noch lustig. Natürlich bisweilen verbissen und voller Ehrgeiz, aber sonst wirst du auch nicht Torwart in einem Proficlub.
Irgendeine gehobene, öffentliche Position muss sich doch früher oder später für ihn finden lassen. Das würde Arminia sehr gut tun. Am liebsten wäre es mir, er würde den sozialdemokratischen Herforder Sparkassendirektor ablösen, so kompliziert kann das bißchen Zahlengeschiebe auch nicht sein. Andererseits schätze ich Hain auch so ein, dass er eher keine große Lust auf den Zirkus hat und stattdessen in Schlangen einer geregelten Arbeit nachgehen möchte, um seine Ruhe zu haben und vielleicht in seiner Freizeit die lokale A-Jugend zu betreuen.

Vielen Dank für alles, Matze, und alles Gute!

Es wird berichtet, dass unser abschlußschwacher Monarch in den vorläufigen EM-Kader Polens berufen wurde. Wenn ich das vollständig überblicke, ist das eigentlich alles, was Wichniarek wollte. Ich habe diesen verbissenen Wunsch auch als Grund für seine bald schon bestrafungswürdige Eigensinnigkeit, seine bemitleidenswerte Verkrampfung vorm Tor und die peinliche Fallsucht gesehen. Dann kannst du ja heute Abend mit all dem aufhören, lieber König, und uns den Sieg schenken. Oder?

Dass in Deutschland im Grunde alle Fernsehformate, außer “Wetten dass…???” und vermutlich “Vier gegen Willi”, Kopien ausländischer Vorlagen sind, ist ja keine besonderes neue Erkenntnis, und dass sie, bis auf “Ein Herz und eine Seele”, alle schlecht sind, auch nicht, aber die Verzögerung mit welcher die entspannteste Veranstaltung der Fernsehgeschichte, John Luries Fishing with John, jetzt im deutschen Fernsehen kopiert wird, ist enorm. Schlappe 17 Jahre. Idiotischer deutscher Titel inklusive. Ein Fisch für 2.

John Luries Gäste waren u.a. Jim Jarmusch, Tom Waits und Willem Dafoe. Der Schweizer Frank Baumann, nicht der von Werder, wird u.a. DJ Bobo, Marcel Reif, Wolfgang Niedecken und Jörg Kachelmann begrüßen. Ehrlich, 3sat, muss das sein?

[Edit: Ich habe mir jetzt mal ein paar Kritiken angesehen, und allen gefällt es, sogar richtig gut und sie loben die einmalige Idee. Ich habe es ja noch nicht gesehen, werde es vermutlich auch nicht sehen, aber mich würde es wirklich wundern, wenn sich in den 3 Stunden, die bisher produziert wurden, insgesamt 10 Minuten finden lassen, die so schön sind, wie die ersten 10 Minuten der ersten Folge von Fishing with John.]

Ist ja ganz nett, dass der NDR jetzt einige seiner Inhalte im Internet unter eine “creative commens”-Lizenz stellt und gnädigst erlaubt die auf seinen Blog oder so zu stellen, wobei natürlich klar ist, dass der NDR nur solche Sachen freigibt, die er gerne rumzeigen möchte, also eigentlich nichts weiter will, als dass kostenlos für ihn geworben wird.

Was ich jedoch mal für einklagbar hielte, nachdem wir Gebührenzahler ja ca. eine Milliadre Stunden größter Fernseh- und Radiokunst finanziert haben, im Zeitalter von unendlich großen Festplatten, sagen wir mal genug großen Festplatten, die öffentlich-rechtlichen Sender zu verpflichten ihre Fernseh-Archive vollständig zu digitalisieren, zu öffnen und via Internet zugänglich zu machen, das gehört alles doch auch ein wenig uns, finde ich, und ich möchte alte Formel Eins Sendungen mit Stefanie Tücking und Ingolf Lück oder den internationalen Frühschoppen gerne sehen, wann immer mir danach ist.

Da ich im WDR-Kernland wohne, darf ich auch Forderungen an diesen stellen. Von den paar Sendungen, die ich im WDR-Fernsehen kenne, ist “Arnd Zeiglers wunderbare Welt des Fußballs” die einzig gute. Die ist aber nicht nur gut, die ist super! Die ist so super, dass Arnd Zeigler als Fernsehgesicht innerhalb von zwölf Sendungen jetzt so etabliert sein sollte, ihn ab sofort mindestens eine dreiviertel Stunde ranzulassen und bitte auch schon um gegen 11 rum. Zimmer frei kann dafür gerne abgesetzt werden, ja ja, alle lieben “Zimmer frei”, aber ich tausche die Realität dieser Superfinder gegen meine ein, und in der ist “Zimmer frei” unerträglich. “Was liest du?” ist auch nicht für mich, nach hinten damit! Das ist sicher lustig, wenn Spaßmacher aus ihren Lieblingsbüchern vorlesen und man Jürgen von der Lippe nicht grundsätzlich ablehnend gegenübersteht, aber, muss man mal zugeben, das ist doch Post-Mitternachtsfernsehen, und so wie ich das verstehe, sind das momentan nur Wiederholungen. Und das wird dem großen Live-Zauber eines Arnd Zeigler vorgezogen! Der sendet aus seinem Wohnzimmer! Und es geht um Fußball!

Randnotiz zum Spiel heute: Richtig so! Aber überzeugt bin ich noch nicht.

Was sollen die denn sagen, wenn Heino jetzt auf die Barrikaden steigt, weil eine Blasmusikschau aus dem Programm fällt? Soweit ich weiß, hatten die noch nie eine Sendung im ö/r-Rundfunk mit Musik, die Ihnen gefällt, und schon gar nicht zur besten Sendezeit. Der einzige Grund, dass bisher keiner gegen volkstümliche Musik im Fernsehen auf die Straße ging, ist, ach, dass es so egal ist, was im Fernsehen läuft, es wird niemals gut werden. Für mich hat der Tag eindeutig zuwenig Studen, für Fernsehprogrammmacher dürfte er 20 zuviel haben, um es halbwegs anständig hinbekommen zu können.
Früher, da war das Fernsehprogramm auch schrecklich, aber als Kind in den Ferien wurde man wenigstens, wenn man seine Verwandten auf dem Land besucht hat, und das einzige Kind dort war, zur Mittagsstunde nicht so schrill in frühen Wahnsinn gestürzt, wie heute, sondern man schaute sich, jeden Mittag, die meditative zweistündige Zweikanaltonwerbesendung an, nachdem die drei Stunden Widerholung am Morgen, die Rund- und Presseschau durch waren. Das waren vielleicht 20 Minuten, die sich ständig wiederholten, da spieleten zum Beispiel 2 Leute Tischtennis, und man konnte sich an der Mono-Glotze richtig vorstellen, wie super das wohl in Stereo klingen musste. Das wollte ich vor meinem Tod noch erleben: Tischtennis in Stereo. Manchmal habe ich aber auch nur auf dem Dritten das Testbild gesehen. Das war echtes Mitmach- und Phantasieförderfernsehen, wenn man die Augen zusammenkniff und den Kopf bewegte, konnte man die tollsten Sachen sehen, und wenn man um den Fernseher rumlief schien sich der konstante Pfeifton zu verändern, so wurden der Doppler-Effekt und ich miteinander bekannt.
Ich hoffe nur, dass meine Eltern die 2 Wochen im Jahr, in denen ich abgeschoben wurde, vernünftiger genutzt haben.

Ich habe arena verflucht und verwünscht und es hat gewirkt. Ich habe die natürlich nur aus selbstsüchtigen Gründen zum Teufel gewünscht, denn die Transponder von arena hier im Kabel waren auf einer Frequenz, die mir zu hoch war. Ich bin das letzte Glied einer Verteilkette im Haus und für arena hat es dann nicht mehr gereicht, weshalb ich immer mit dem Dekoder in ein anderes Zimmer gehen musste. Traumatisch. Fast genauso schrecklich war die Smartkartenwechselei, aber ich sehe es schon kommen, auch wenn jetzt wieder die Buli bei Premiere kommt und auch arena-Kunden dort schauen werden, muss ich immer noch die Karten nach Bedarf wechseln, was besonders super ist, wenn gleichzeitig in England und Deutschland gespielt wird und man nicht einfach so umschalten kann. Ich freue mich aber trotzdem sehr wieder “barrierefrei” den ganzen süßen Quatsch schauen zu können.

Nachdem ich in letzter Zeit, unterwegs, im Liegestuhl oder auch mal auf dem Sofa, mehrere Vorlesungsreihen der Teaching Company durchgehört und gesehen habe, möchte ich, dass es sowas auch auf Deutsch gibt. Natürlich kostenfrei. Denn bezahlt werden unsere Wissenschaftler ja schon vom Staat, weshalb sich eigentlich keine private Firma in dieser Form an Ihnen bereichern sollte, vor allem aber nicht, weil deutlich weniger Leute dafür bezahlten, als es vermutlich gerne nutzen würden.
Die Bundeszentrale für politische Bildung könnte die Organisation doch übernehmen, die gibt es ja schon.
Ich nehme auch gerne allgemeinverständliche Vorlesungsreihen im ö/r-Sparten-Fernsehen, Platz und Zeit genug gibt es ja, und kosten kann Programm eigentlich nicht weniger, doch bisher gibt es immer nur den netten Prof. Lesch, der aber nur über Astronomie redet, und das auch noch sehr spät. Ihr habt doch einen Bildungsauftrag.

In diesem Zusammenhang muss ich auch sagen, dass mir auf paradoxe Weise die Urheberrechtsnovelle gefällt, denn sie wird die Wissenschaft letztlich zwingen ihre Publikationsweisen mehr und mehr auf Open Access umzustellen, wovon wirklich alle, außer den Fachverlagen, die oft nichts weiter machen als drucken und verschicken, profitieren würden. Es steht am Ende des Spiegel-Artikels über die Kosten wissenschaftlicher Publikationen, dass Open Access ja eine feine Sache wäre, aber manche darauf angewiesen sind in Zeitschriften wie “Nature” oder “Science” zu publizieren. Das höre ich auch nicht zum ersten mal. Doch erstens ist es eine große Ehre in einer dieser Zeitschriften publizieren zu dürfen, und keine Pflichtaufgabe und zweitens wäre es wohl wirklich kein Problem nur eben diese zwei zu abbonieren. Ich könnte mir das leisten. Das Problem sind die aberwitzig teuren wissenschaftlichen Spezialzeitschriften. Und selbst wenn man noch auf bestimmte Publikationsformen angwiesen sein sollte, wer außer den Wissenschaftlern selber könnte dies ändern?

Ist die lustigste Show … in the whole wide room. Großartige Songs.

“New Zealand’s fourth most popular folk-parody duo”

Es gibt eine 6-teilige Radioshow der BBC und eine Dokumentation Flight of the Conchords: A Texan Odyssey. Bei mininova.org kann man das finden.

Videos online bei HBO. Angeblich. Ich bekomme die nicht zum laufen, vielleicht als Terrorschutzmaßnahme nicht von außerhalb der USA zu betrachten.

Nächste Seite »