Technik


Warum lösche ich so gut wie keine E-Mails? Weshalb gibt es eine einfach zu bedienende, schnelle und zuverlässige Desktopsuche? Wozu das alles, wenn ich es doch nicht so benutze, wie man es benutzen sollte? Warum suche ich, insgesamt bestimmt eine Stunde, nach einem Buch, von dem ich sicher bin, dass ich es habe, finde es nicht, suche verbissen weiter, weil ich vor allem auch meine These bestätigt wissen möchte, dass man letztlich doch immer alles findet, wenn man alle Regale dreimal mit steigender Genauigkeit und steigender Ungehaltenheit absucht. Ganz bestimmt.
Ich habe es am Montag nicht gefunden. Heute ein neuer Versuch. Wieder nichts. Die Desktopsuche angeschmissen: Verkauft bei eBay. Im Dezember 2001, weil ich eine Gesamtausgabe gekauft habe, die, in der ich am Montag nicht lesen wollte.

Wird Zeit, dass ich die restlichen Bücher bei LibraryThing eingebe und wenigstens die Regale nummeriere, wenn ich schon keine innere Ordnung habe und auch nicht haben will, die Bücher stehen zu großen Teilen hier nach “Eingang”. Das ist aber so langweilig, wie es eben nur geht. Ich betrachte die Bücher auf den bereits eingegebenen Regalmetern mittlerweile als die guten, netten Bücher, im Gegensatz zu den schrecklich vielen bösen und rebellischen, die sich bisher noch der Eingabe widersetzt haben.

Ich habe eben mal so geschaut, was es bei Simyo noch so an freien Nummern gibt. Die fangen alle mit 156 oder 157 an, also nachgeschaut, wer da entweder am 15. Juni oder Juli geboren ist und, super, Walter Benjamins Geburtstag ist noch frei.

01577 / 15 7 1892

Ich brauche nur leider gar keine neue Nummer.

Das macht bestimmt, in den richtigen Kreisen, mächtig was her, wenn man, nach seiner Telefonnummer gefragt, angibt: 01577 und Benjamins Geburtstag.

Ich habe mir aber ein ganz niedliches neues Zweithandy gekauft, das Motofone F3, das hat einen Wecker eingebaut, der klingt, als ob ein sterbender R2D2 um Hilfe ruft, schrecklich und herzerweichend. Möchte man davon geweckt werden?

Was mich in der Vergangenheit schon öfter genervt hat, war, dass ich von unterwegs nicht mal schnell online Geld überweisen konnte, da man ja seine TAN-Liste nicht mit sich rumschleppt. Aber seitdem die TANs durchnummeriert sind, braucht man sie ja auch nicht mehr durchzusteichen, um zu sehen, welche schon verbraucht sind, weshalb ich jetzt aus der eingescannten Liste ein 128-Bit-verschlüßteltes PDF-File gemacht und hochgeladen habe.
Das ist ja vielleicht praktisch. Nächstes mal eventuell sogar mit character-recognition, dann kann ich sie auch rauskopieren, aber fünfstellige Nummern gehen gerade noch so abzutippen.
Und wenn ich jetzt die Originalliste vernichte ist alles noch viel sicherer. Aber Geld gibt es bei mir sowieso nicht.

Wie ich bei engadet lese, entwickelt Boeing einen fernausgelösten Autopilot, der im Entführungsfalle verhindern soll, dass Leute Flugzeuge, die ihnen nicht gehören, in Häuser, die ihnen auch nicht gehören, gegen den Willen der Allgemeinheit fliegen können.

Ganz ehrlich, die Idee, man müsse von Land aus aus die Flugzeugsteuerung übernehmen können, ohne eine Möglichkeit die Kontrolle an Personen im Flugzeug zurückzugeben, hatte ich am 11. September am frühen Abend. Sollte nur nicht in falsche Hände geraten oder aus Versehen ausgelöst werden, ist bestimmt nicht so leicht eine 747 vom Boden aus zu landen, aber warum eigentlich nicht, Gamer gibt es bestimmt genug, die sowas könnten.

Ich benutze ja schon einige Jahre Computer.
Mit der Tab-Taste springt man in Formularen ins nächste Feld.
Es hat mich aber immer genervt, dass, wenn ich noch mal ein vorheriges Feld bearbeiten wollte, dies umständlich mit der Maus anwählen mußte. Ich habe dies einfach als notwendige Unbequemlichkeit hingenommen, bis ich gerade zufällig beim Tabtasten noch die Umschalt-Taste gedrückt hatte. Na toll. So einfach ist das also. Vermutlich wissen das alle, außer mir, und keiner, wirklich niemand, hat es mir gesagt. Ich hätte schon lange fertig studiert, wenn ich das früher gewußt hätte.

Von vernünftigen Menschen wird ja gerne gefordert, aus dem öffentlich-rechtlichen-Rundfunk entweder eine von der Allgemeinheit über Steuern finanzierte Geschichte zu machen, also auch eine Art Kulturflatrate, derer sich kein Steuerzahler erwehren könnte, was die GEZ genauso überflüssig machen würde, wie ein vollständig verschlüßelter Abo-ö/r-Rundfunk, der ausschließlich von denen finanziert wird, die ihn auch noch sehen wollen. Beides gute Ideen, jedoch werden wir sie in naher Zukunft vermutlich nicht erleben.
Meine Idee ist nun, um Menschen, die, wie ich, tatsächlich auf das öffentlich-rechtliche-Fernsehen verzichten können, aber trotzdem einen Fernseher besitzen möchten, da sie gerne die Arminia auswärts vom Sofa aus sehen möchten oder gerne Pornos aus der Videothek ausleihen, nicht wie ich, wäre es nun, sobald das Programm ausschließlich digital ausgestrahlt wird, GEZ-freie-Set-Top-Boxen oder sonstige Empfangsgeräte zu verkaufen, mit denen sich öffentlich-rechtliche-Programme einfach nicht empfangen lassen können. Technisch kann das doch kein Problem sein, oder?
Die Radio-Gebühr würde ich weiterhin bezahlen wollen, denn da wird wenigstens ordentlich und kostenbewußt gearbeitet, und ich mag die Hörspiele sehr, auch wenn ich viel zu selten dazu komme welche zu hören. Deshalb von hier noch mal ein Dank an die großartige Hörspieldatenbank HörDat. Danke!

Ein findiger Ire, ich wollte eigentlich “und betrunkener Ire” schreiben, aber solche Tautologien brauchen wir hier nicht, dieser komische Mann hat ein ganz und gar überflüssiges Fahrrad gebaut, auf welchem man seitwärts sitzt und auch rückwärts fahren kann, obwohl, wenn man seitwärts sitzt, kann man vermutlich nur links- oder rechtswärts fahren. Die BBC sagt, man nennt es die erste große Weiterentwicklung des Fahrrades seit 150 Jahren. Aber warum denn nur? Das Ding ist mordsgefährlich, selbst der Entwickler sagt, nur 6 von 10 Leuten könnten überhaupt lernen so ein Rad zu fahren, man muß dauernd den Kopf seitlich halten und der einzige Vorteil bestehe darin, dass es manövrierfähiger sei. Aber hat irgendwer schon mal Schwierigkeiten gehabt ein Fahrrad zu parken, dachte jemand, dass er so gerne auch mal in die andere Richtung fahren würde ohne wenden zu müssen? Ich spreche da für mehr als nur mich: Nein, vermutlich nicht. Niemand niemals nicht.

(via)

Da keiner seine Augen überlasten will, haben wir immer Angst, dass das Licht zum Lesen nicht ausreicht und machen lieber noch eine Lampe an oder schrauben eine hellere Birne rein, da kommen dann ein paar Watt zusammen. Ich persönlich habe auch immer Angst mein Augenlicht zu verlieren, da ich auf Grund einer Sehschwäche nur ein Auge zum Lesen verwenden kann und mich ohne das vermutlich schrecklich langweilen würde, weshalb ich manchmal denke, es wäre eine gute Idee vorsorglich Braille zu lernen, eher als z.B. italienisch, wovon man sich nichts weiter als ein paar romantische Abenteuer verspricht, die dann ob der peinlichen Aussprache eher verhindert werden, als wenn man möglichst geschwiegen hätte.
Ein David Weinberger hat jetzt die schöne Idee auf alle Tastaturen Braillepünktchen zu setzen, um so automatisch Braille zu lernen. Ich bezweifele sehr, ob das klappt, aber es hätte auch noch andere, als augenschonende, Vorteile Braille zu beherrschen, so würde man beim Lesen unter anderem Strom sparen, den Ehegatten in Ruhe im Dunkeln schlafen lassen können, während man in seiner Schlaflosigkeit zum zehnten mal Krieg und Frieden liest, man könnte im Zug sowohl lesen, als auch verträumt aus dem Fenster schauen, oder ich könnte für mich nur halbinteressante Fußballspiele wirklich im Fernsehen ohne Ton verfolgen, während ich lese, denn die Lösung, die ich momentan praktiziere, ist nicht optimal, nämlich nichts besonders Forderndes zu lesen und immer dann hoch zu schauen, wenn der Hysteriker von Kommentator seine Stimme hebt und ab und zu ein paar forschende Kontrollblicke anzusetzen.

Ich bin also auch dafür: Braille für alle! Aber letztlich ist es keine sehr gute Idee, da man mit Braille nie so gut und schnell lesen kann, wie mit den Augen, da man visuell keine einzelnen Buchstaben, sondern ganze Wörter ließt, was bei Braille nicht möglich ist. Ich könnte ja beim Fußballschauen auch einfach Hörbücher hören.

(via)

Hier ist auch ein schöner Weg, wie das liebe BKA in Zukunft seine Trojaner verteilen kann. Ein USB-Stick, der automatisch einen Trojaner auf Windows-Rechner installiert, die dann übers Internet beobachtet werden können. Das geht dann, wenn man mal im Café sitzt und Solitaire spielt, so: “Sorry, darf ich mal kurz an Ihren Laptop bei? Ich müßte da mal ganz dringend eine Datei an die Firma schicken, von meinem harmlosen USB-Stick hier, so einer wie ihn jeder hat.”
Vielleicht sollten sie aber noch überdenken, ob es strategisch sinnvoll ist, die Dinger “Snoopstick” zu nennen und das auch noch groß draufzuschreiben.
Snoopstick

(via boing boing)

Was mir bei meinen kurzen Ausflügen zu Linux am allerbesten gefallen hat war, dass man, zumindest in KDE, die Uhr so einstellen konnte, dass sie die Uhrzeit verbalisiert dargestellt hat, so wie man es sagen würde, bsw: “kurz nach halb 4″ oder so.*
Art Lebedev hat jetzt eine Uhr zum hinstellen gebaut, die das in etwa auch kann, die mir aber mit knapp 160 USD bei Vorbestellung bis zum 1. September dann doch zu teuer ist. In zwei Jahren gibt’s sowat bestimmt auch bei Tchibo für billiger.

Chic isse.

Verbarius Clock
Aber “Mitternacht” ist doch deutlich einfacher zu sagen als “Nol tschassow, nol minut”, oder?

(via engadget)

* Da kann man mal sehen wie intensiv ich mit Linux befaßt habe, dass ich so ein Gimmick für den tollsten Unterschied zu Windows halte.

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