Musik


Die bedeutet mir wirklich viel. Zumal ich jetzt endlich sagen kann, seit ich Musik höre, seit ich Musik auflege, dass ich angekommen bin bei einer bestimmten Musikrichtung. Die Stilrichtung ist etwas schwierig zu beschreiben, deshalb die Gruppen: Das ist Arcade Fire, Decemberists, Hidden Cameras, Dropkick Murphys. Es ist so Richtung Folk, trotzdem Indie, nicht Mainstream, bisschen Country drin, alles verspielt . . .


Sagt Mehmet Scholl. Das ist zunächst wirklich gute Musik, aber was, bitteschön, machen die Dropkick Murphys in dieser Liste? Das sind ja vielleicht auch ganz nette Jungs, die in der Staßenbahn aufstehen und einem nicht die Tür vor der Nase zufallen lassen, nur war nett sein noch nie ausreichendes Kriterium, um gute Musik machen zu können, denn das machen sie nicht. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass auch die unsensiblen Menschen, die den ganzen Tag nur Oi-Punk und so Quatsch hören, die schrecklich finden, weiß ich aber nicht genau. Warum also sagt Mehmet Scholl sowas? Ernst kann er es nicht meinen. Ich denke, dass da auch eine kleine Pause gewesen ist zwischen der Nennung von “Hidden Cameras” und den “‘Dropkick Murphys”, währrenddessen in Mehmets Kopf ungefähr sowas zu hören gewesen sein muss: “Oh jeh, ich habe ja gerade gesagt, dass ich Hidden Cameras super finde. Mist. Das ist doch superschwul. Wenn sich da mal jemand die Texte anschaut. Oh jeh. Das ist auch ganz komisch, mit Anpillern und so. Ich will auf keinen Fall, dass mich jemand für schwul hält. Meine Stimme ist ja auch so seltsam hoch. Ich muss diesem Herrn Komma-Pöllath unbedingt sagen, er soll mir eine Frage zum Musikgeschmack meiner Freundin stellen. Aber jetzt mal ganz akut. Wie kann ich das noch retten? Was ist die männlichste Musik, die ich kenne? Dropkick Murphys. Die sind aber ja sowas von Scheiße. Egal, jetzt habe ich schon zehn Sekunden nichts gesagt. Mist.” Und nachdem er es dann wirklich gesagt hat, war es ihm bestimmt auch ganz peinlich. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Nein. Mehmet. Du bist, nach Katsche Schwarzenbeck, der netteste Bayer aller Zeiten und hast die besten Platten. Das ist doch was. Und danke für Fußball!

Der Rest des Interviews hier.

Es gibt zu Kanye Wests “Can’t tell me nothin’” ein alternatives Video mit Zach Galifianakis und dem großen Will Oldham. Super. Wenn auch nicht unbedingt meine Musik.

http://www.kanyewest.com/?content=video_cant_tell_alt

Wird man mit dem Alter nicht milder?

Ich nicht! Bei uns wird sich schon oft echauffiert.

Sehr lesenswertes Interview mit Dirk von Lowtzow.

Und in der Straßenbahn werde ich auch ganz mitleidig betrachtet, aber nach Get behind me Satan hatte ich eigentlich nicht damit gerechnet, dass Icky Thump so dreckig gut wird, weshalb ich auch nicht sofort nach Erscheinen draufgestürzt bin. Und nun das: volle Lautstärke, immer wieder.
Andere gute Platten in letzter Zeit? Keine Ahnung oder keine.

Beinahe hätten wir letztens, zumindest namentlich, die Gitarrenfraktion von Slayer im Hotel gehabt.
Zwei junge Frauen, beide um die einssechzig und zusammen sicher kaum schwerer als ich, die gemeinsam hier im Hotel waren, hießen Hannemann und Hinz, statt Hanneman und King.
Der Freund eines Freundes hat seine beiden Boxen Hanneman und King genannt, weil einer immer links, der andere immer rechts rauskommt. Wer wo weiß ich nicht, ich höre sowas ja nicht.

Vor einer Woche ging es noch. Aber: die Nebenhöhlen. Der Win braucht mal Ruhe. Schade. Sehr Schade.

Doof wäre ja auch, wenn man als Band kurz vorm Konzert im Fahrstuhl steckenbleibt.


(via nerdcore)

Apropos Low. Hier ein neues Video von den alten Mormonen.

Ich wollte zwar am Freitag nach Hamburg, um noch mal Will Oldham zu sehen, aber meine Kontaktperson der Wahl vor Ort hat nicht auf meine E-Mail reagiert oder benutzt die Adresse nicht mehr, egal, habe es dann auch für vernünftig gehalten nicht zu gehen, er war ja auch nur allein mit Gitarre da und das Geld und so.
Aber jetzt bin ich doch ganz wehmütig, wenn ich die Fotoreihe bei der Zeit sehe.
Und ich kann mir gut vorstellen, dass man sich noch Wunderdinge vom letzten mal in HH erzählt, das war eines der besten Konzerte auf dem ich je war.

Naja. Nächste Woche Arcade Fire in Köln wird sicher gut.
Und wenn ich schon mal dabei bin. Ich möchte Low in Münster am 4.5. und/oder cold war kids am 10.5. in Hamburg sehen. Kommt wer mit?

Mönsch! Die hauen was raus!

Wer die neue Platte von Sage Francis vorbestellt bekommt schön was dabei:

The “Human the Death Dance” CD and Double Vinyl both come with a 36 page booklet containing the album’s lyrics and background stories to the songs. The artwork provided within the booklet is done by Sarah Jane Coleman, Irena Andreic and Drew Speziale.

EACH PRE-SALE ORDER WILL COME WITH THESE EXCLUSIVE ITEMS:
An instrumental CD of the album (limited to pre-sales)
A “You Can’t Kill Me Motherfucker” button (limited to pre-sales)
A signed 13 X 19 poster
A full color HTDD sticker
A Strange Famous Records sticker

Hier gibt’s das. Und kostet nach Deutschland insgesamt 19,20 Dollars, was so ungefähr 14 Euri sind, man kann mit Paypal zahlen. Sage Francis ist sowieso sehr zu empfehlen, und wer braucht keinen “You Can’t Kill Me Motherfucker” button?

(weiterlesen…)

Ein lustiges Spiel. Ich hab’s hier gefunden.

IF YOUR LIFE WAS A MOVIE, WHAT WOULD THE SOUNDTRACK BE?
1. Open your library (iTunes, Winamp, Media Player, iPod, etc)
2. Put it on shuffle
3. Press play
4. For every scene, type the song that’s playing
5. When you go to a new scene, press the next button
6. Don’t lie and try to pretend you’re cool – first songs only

Opening Credits:
Ariadne – Dead Can Dance
(Klingt für den Anfang eines Films gar nicht schlecht, wird allerdings ein Film ohne viele Explosionen fürchte ich)

Waking Up:
Johnny Sunshine – Liz Phair
(Ich bin doch cool! Und aufgestanden wird erst am frühen Nachmittag)

First Day at School:
Turning Japanese – Liz Phair
(Hmmh. Sooo viel Liz Phair habe ich auch nicht, vielleicht ist die Shufflemaschine faul und will nicht so weit springen, aber beim ersten Schultag gleich Japanisch ist doch auch fein)

Falling in Love:
Vozes No Mar – Madredeus
(Ohh schöön. Und wo kann man sich besser verlieben als in Portugal? Vermutlich läßt es sich überall ähnlich gut verlieben, aber Portugal klingt gut.)

Fight Song:
She left on a Monday – Bic Runga
(Eins zu früh. Vielleicht ist das auch der Grund für den Streit, dass der blöde Partner immer alles schon vorher weiß.)

Breaking Up:
Dollars & Cents – Radiohead
(Radiohead taugt in jedem Fall sich an seiner Niedergeschlagenheit zu ergötzen.)

Prom:
Neighborhood #4 (7 Kettles) – The Arcade Fire
(Keine Ahnung. Prom? Ist nach meiner Film- und Fernseherfahrung ein Hort des übelsten 80er Pops, auf ewig. Aber dies hier ist vielleicht geeignet, wenn man nach der Feier, als auf dem Heimweg die besten Freunde tödlich verünglückt sind, mit Tränen in den Augen im Bett liegt und überhaupt nicht mehr aufs College gehen mag.)

Life is Good:
Unplugged – The Flaming Lips
(Life is good!)

Mental Breakdown:
Tomstone – The Pogues
(Man muß ja nicht gleich übertreiben und sich beim erstbesten Nervenzusammenbruch gleich umbringen.)

Driving:
Tango – Funny van Dannen
(Warum nicht? Hauptsache keine so lange Strecke.)

Flashback:
Frederica – Do make say think
(Zwischem totalem Geschrebbel und schön. Na denn.)

Getting Back Together:
All Stripped Down – Tom Waits
(Gar nicht. Paßt gar nicht. Mag aber Tom Waits so oder so nicht so fürchterlich gerne)

Wedding:
Tommorow’s Taken – Mojave 3
(Wirklich schön. Vielleicht gibt es ja doch noch Hoffnung)

Paying the Dues:
A Face in the Crowd – Rickie Lee Jones
(Klingt nach Enttäuschung und Reue.)

The Night Before The War:
Don’t shit where you eat – Ween
(Super!)

Final Battle:
Static – Godspeed You! Black Emperor
(Großartig. 22 Minuten Epos. Das Stück ist eine Schlacht.)

Moment of Triumph:
Sloth – Brendan Perry
(Triumph? Sloth ist ja schön und gut und paßt zu mir. Vielleicht ist es der Triumph der Faulheit.)

Death Scene:
Virginia Ave. – Tom Waits
(Ach schon wieder der Tom. Paßt hier aber besser.)

Funeral Song:
What isn’t Nature – Cass McCombs
(Doofe Beerdigung.)

End Credits:
Andalucia – Venus in Flames
(Zum Schluß noch was versöhnliches. It’s making me weak in the bones, indeed.)

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