Mai 2008



Aus der Welt:

Damit er nichts verpasst, was je über Richter geschrieben wird, dafür beschäftigt Elger einen Ausschnittdienst und der liefert alles, was momentan im Zusammenhang mit dem Maler erscheint: Selbst den Hinweis, dass irgendein Schauspieler Gerhard Richter als seinen Lieblingskünstler bezeichnet, nimmt Elger in sein Archiv auf.

So. Ich bin zwar nicht irgendein Schauspieler, aber irgendwer bin ich schon, also, here goes: Gerhard Richter ist mein Lieblingskünstler. Besonders mag ich die Kerzen. Gut finde ich auch die ganzen riesigen Sehschwächesimulationen. Das Fenster im Kölner Dom ist hübsch bunt, man kann alles, was man will, darin erkennen, solange dies auch hübsch bunt ist.

Marcello Bordon, ich hab’ dich ganz doll lieb und Manuel Neuer ist auch irgendwie so knuddelig.

Michael Frontzeck, ich steh’ ein bißchen auf dich, der erste Niederrheiner von dem ich sowas jemals hätte sagen können, und wenn wir hier nicht so cholerisch und unentspannt wären, könntest du gerne 20 Jahre bleiben und mit uns Ligasurfen, aber wir surfen lieber die Ligen unter wechselnder Führung, außerdem möchtest du bestimmt auch Gladbach irgendwann wieder zum Meister machen, du Träumer.

Alles gut. Gut gut gut gut gut. Hatte echt keine Lust freitags nachmittags zum Fußball zu gehen.

Jetzt freue ich mich auf diese Quatsch-Euro, wo mir wieder alles egal ist, von mir aus gerne wieder so eine griechenlandartige Freakshow wie in Portugal, ehrlich, diese großen Fußballturniere sind doch albern.

Zwei Auswärtssiege pro Saison sollten für Arminia eigentlich drin sein, und wenn diese am ersten und letzten Spieltag eingefahren werden, dann noch den Klassenerhalt bedeuten, umso besser. Da bräuchte ich nicht einmal diese Woche zum Schalker mutieren, die dürften dann gerne in Nürnberg verlieren und Nürnberg mit einem Sieg gegen eine Spitzenmannschaft absteigen. Ach. Ich bin doch lieber für Schalke. So richtig. Vielleicht sollte ich nach Nürnberg fahren. Supporten was mein neues, temporäres Schalker Herz hergibt. Blau und weiß, wie lieb’ ich Dich!

Aber nichts um alles in der Welt kann mir die Vorfreude auf die Erleichterung darüber, dass es so oder so nächsten Sonnabendabend vorbei ist mit dieser meist fürchterlichen Saison, nehmen.