Di 11. Mrz 2008
Es gibt keine großen 4:3 Displays mehr. Glaube ich. Weshalb ich mir wohl einen “Widescreen”-TFT kaufen werden muss. Naja, wenn ich zwei DinA4 Seiten gut lesbar nebeneinander abbilden kann, ist auch schon mal was, oder ich drehe ihn hochkant, womit ich dann ungefähr alle Torrents eines Tages bei Mininova mit einem Blick sehen würde, nützt mir aber bei DinA4 auch nichts, denn mein 4:3 19 Zoll Monitor ist kaum weniger hoch als ein 24 Zoll 16:10. Kein Gewinn. Widescreen Widescreen Widescreen. Die anderen schauen scheinbar gerne Filme am Schreibtisch, und da ist eine Auflösung von 1920 mal 1200 natürlich super, ist ja HD und noch 120 Pixel extra. Und dass da noch was extra ist, findet Apple z.B. auch ganz stark. Sie schreiben: “Das Apple Cinema HD ist ein beeindruckender, volldigitaler 23″ Flachbildschirm mit einer Auflösung von 1920 x 1200 Pixeln. Dies macht ihn ideal zum Anzeigen von HD-Inhalten (High Definition) – und zwar mit zusätzlich verfügbarem Platz.” Hört hört. Zusätzlich verfügbarer Platz! Was man damit alles machen kann! Meine Idee wäre: schwarz anmalen.
In Wahrheit schuld an diesem Widescreen-Dilemma ist, dass man so, bei gleichgroßen Panels, größere Diagonalen anbieten kann. Jetzt mal ehrlich. Der Text bei Spiegel Online zum Beispiel ist ungefähr 80 Zeichen breit, wozu brauche ich da rechts daneben einen Meter Platz, wenn ich gleichzeitig nur 10 Zeilen Text anzeigen kann? (Angaben grob geschätzt). Die Leute argumentieren gerne mit “natürlichem Sehfeld” und solchen Sachen, ich frage mich wirklich wer mit seinem ganzen Sehfeld liest, und es hat auch seinen Grund, dass Lesezeilen nicht so sehr lang sind, denn man findet bei zu langen Zeilen beim Zeilensprung oft nicht in die richtige Zeile zurück. Ich bin für Highscreen. Das war ja auch eine Supermarke von Vobis damals.
So 9. Mrz 2008
Spiel heute super. Gemessen am sonst gebotenem. Und die 7 Punkte, die uns noch zum Klassenerhalt fehlen, holen wir spätestens Anfang Mai. Aber das Dach der neuen Edeltribüne ist gut. Ich habe mir die Konstruktion mal auf einer Modellzeichnung angesehen, und das Dach soll scheinbar genau so lang werden, wie es jetzt ist. Bei vornehmlich Westwinden wird nun bei Regen der gesamte Unterrang nass. Nicht schlecht. Da das Dach so weit oben ist, müsste es mindestens noch 10 Meter, vielleicht mehr, in Richtung Spielfeld gehen. Wie es jetzt ist, kann man die Plätze im Unterrang nur als “unüberdacht” verkaufen. Sieht jedenfalls so aus. Ist aber nicht schlimm, da ich direkt unter dem Dach der Südtribüne stehe und dann bei Regen trocken beste Sicht auf das umtriebige und angenervte Verhalten auf der neuen Tribüne haben werde.
Fr 7. Mrz 2008
Wie ich erst jetzt gemerkt habe, ist mein WordPress böse gehijacked worden. In den Suchergebnissen zu meiner Seite tauchte nur schlimmer Spam auf, der aber auf der Seite selber nicht zu sehen war, auch nicht im Quelltext, nur im Quelltext der Seite im Google-Cache war superviel Linkspam im “Footer”. So wie hier. Ich habe jetzt alles, was hier erwähnt wird, gelöscht und hoffe das hilft. Vielleicht sollte ich doch mal WordPress updaten. Spammer sind Arschgeigen. “Well thanks, captain obvious.”
Hier einer dem ähnliches passiert ist. Wie genau haben die das gemacht?
Do 6. Mrz 2008
Erst auf die Straße gehen, weil man sich schrecklich unterbezahlt fühlt und die Kapitalistenschweine von den Stadtwerken immer maßloser werden, aber dann nicht ordentlich für sein Geld arbeiten, sondern am nächsten Tag wie eine gesengte Sau seine Bahn durch Bielefeld führen, lieber Bahnfahrer der Bahn, in der ich eben saß. So echt nicht.
Do 6. Mrz 2008
“Agnostic Couch” war doch eh albern. Denn was den Agnostiker in mir ausmacht ist ausschließlich Ablehnung der Alternativen, nichts was mir Freude macht. Ich bin nur deshalb Agnostiker, da ich es für vollständig überflüssig halte, mich mit Fragen zu beschäftigen, auf die man keine Antwort bekommen wird, und bevor ich irgendwelcher anderer Leute Phantasien für wahr nehme, mache ich mir lieber heimlich meine eigenen. Das “Couch” war mehr oder minder Ausdruck dieser Passivität. Ich weiß auch gar nicht, wie man “frontal” agnostisch sein kann, eine Haltung, die spezifisch sagt, dass man nicht beantworten möchte, ob es irgendwelche metaphysischen Phänomene gibt, auch wenn man persönlich stark dazu tendiert, dass es sie nicht gibt, jedenfalls nicht im entferntesten in der Form, wie auf der Erde beworben. Für mich ist diese Haltung des Nicht-Wissens, nicht des Nicht-Wissen-Könnens, im Zweifel immer für das Leben, für jedes schmerzempfindende Leben, einzustehen, alternativlos geworden. Warum, wenn ich die Möglichkeit habe Leiden zu mindern, soll ich das nicht tun? Warum spielt es eine Rolle wer leidet? Wenn ich Menschen mindester Intelligenz, allein zu Leben nicht fähiger Intelligenz, das Grundrecht zugestehe nicht leiden zu müssen und in Würde zu leben, warum dann nicht anderem Leben, welches mit einem zentralen Nervensystem ausgestattet und dazu autonom lebensfähig ist? Wir sind ernährungsphysiologisch dazu nicht gezwungen, und wer anderes behauptet, naja, der lügt. Ich sage es: weil es uns nichts nützt. Ich glaube immer noch, dass alle Rechte und Gesetze reiner Selbstschutz sind, solange ich Menschen, zu denen ich ja auch gehöre, das Recht auf Leben gebe, kann mir keiner, ungestraft, im Extremfall dieses Leben oder dessen Würde nehmen, so stellt man es sich zumindest vor. Wenn ich Tieren, zu denen ich dann wohl nicht gehöre, dieses Recht verweigere, kann mir ja nichts passieren. Und das hat insofern etwas mit meinem Agnostikertum zu tun, da ich die Religionen hauptverantwortlich für das Kontinuum der immer noch vorherrschenden Rechtfertigung für die, nicht “mehr” plausibel belegbare, Sonderstellung des Menschen mache, vom anthropointernern Konfliktpotential der Religionen untereinander mal ganz abgesehen. Ich weiß, dass es insgesamt kühn ist zu erwarten, dass in naher Zukunft das nicht-menschliche Leben irgendeine Aufwertung erfahren wird, gemessen an der Tatsache wie wenig fortgeschritten die Akzeptanz der Gleichheit, lediglich das Lebensrecht betreffend, der Menschen untereinander ist.
Ja. Mir sind im Grunde alle Religionen unsympathisch, ob ihrer Selbstüberhöhung, ihres Anthropozentrismus und ihrer “unendlichen” Unbescheidenheit. Das heißt aber nicht, dass ich dem einzelnen Gläubigen, oder auch Nicht-Vegetarier, mit einer ähnlichen Haltung gegenübertrete. Es wäre genauso unbescheiden zu verlangen alle müssten zu denselben Schlüssen kommen wie ich, und liefe dem Grundsatz im Zweifel für den anderen zu sein entgegen. Abgesehen davon bin ich ja selber Konsument von Milchprodukten … aber das Rind ist ja so genügsam, das kann man in Würde ausbeuten … ich müsste mich eigentlich selber verachten, mache ich aber nicht, da Verachtung insgesamt nicht förderlich ist. Was noch dazu kommt: Spinnen und Insekten (Minus Bienen, Marienkäfer und Grashüpfer), diese kleinen Widerlinge, kann man natürlich ohne unmoralisch zu werden, meiner Meinung nach, sofort totschlagen und gerne auch essen. Ist alles nicht so einfach.
Mein ziemlicher Optimismus, was den technischen Fortschritt angeht, lässt mich übrigens exzellente Fleisch- und Milchsynthetisierungsverfahren in der Zukunft sehen. Das wird schon lecker. Und dann hätte mein Onkel, der Pastor ist, der mich mal in Bezug auf meinen Fleischkonsumverzicht, ich nehme an im Scherz, gefragt hat, wozu ich überhaupt leben würde, immer noch einen Lebenssinn haben, ohne die Tiermassen quälen zu müssen.
Und außerdem taucht diese Seite gar nicht mehr in den Suchergebnissen auf, wenn ich nach meinen Namen bei Google suche, und das geht ja wohl gar nicht.
Di 4. Mrz 2008
Wer, wie ich, ständig auf Links zu Artikeln klickt, bei den Perlentauchern oder sonstwo, und sich so ständig neue Tabs im Browser wiederfinden, die auch dank Session Saver und Google Browser Sync nicht verschwinden, bis sie aktiv geschlossen werden, die man aber ungelesen nur ungern schließt, welche immer Lesearbeit bedeuten, zu der ich mich bei semiinteressanten, aber eben nicht zu unteressanten, Themen doch immer wieder aufraffen muss, für den gibt es WordFlashReader. In dieses kleine Programm kopiert man, via Zwischenablage oder durch Öffnen von Dokumenten, den zu lesenden Text. Dieser wird dann Wort für Wort in schneller Folge auf Schwarzen Hintergrund im Vollbild abgespult. Das funktioniert erstaunlich gut und selbst sehr lange Artikel sind schnell gelesen und werden sogar verstanden. Wenn man mal ein Wort verpasst hat, kann man jederzeit mit den Pfeiltasten der Waagerechten zurück- und vorblättern, die Geschwindigkeit läßt sich mit den zwei vertikalen Pfeilen steuern. Toll. Lesen im Batch-Modus.
Das zugrunde liegende Verfahren nennt sich Rapid Serial Visual Presentation.