Jena Spitzenclub. Wolfsburg momentan kaum zu schlagen. Auswärts war noch nie was drin und das Torverhältnis jeweils siebenmal besser als in der Hinserie gesehen. Einmal bißchen Pech gegen Duisburg. Na und? Wer macht schon mehr als er muss? Warum jetzt gewinnen, wenn wir auch später noch nicht absteigen können. Ruhig Blut. Saftigs Vertrag hätte ich damals übrigens auch zu erheblich besseren Konditionen verlängert, aus Nettigkeit, er wollte so gerne mehr Geld bekommen, da kann man doch nicht Nein sagen, und bevor er weint.
Februar 2008
Mi 27. Feb 2008
Mo 25. Feb 2008
Heute Nacht habe ich mir die Oscars angeschaut. Und ständig wurde Ellen Page gelobt, wie ganz super die ist, und was die alles kann, und was für eine Bereicherung für den Genpool und wie sie vielleicht demnächst die Welt und die Menschen auf ihr rettet. Ich habe Juno nicht gesehen, kann das gar nicht beurteilen, doch dann sehe ich, dass die das “schwierige Mädchen” in Hard Candy gespielt hat … ja … naja … die ist schon gut … die macht mir aber große Angst … so gut kann doch niemand spielen, das kann nicht gespielt sein, die ist bestimmt so. Schauder. Selbstjustiz-Girlies mag ich nicht.
Ansonsten: No country for old men ist der erste brillante Coen-Film seit Fargo und bestimmt verdienter Sieger, kann ich aber auch nicht beurteilen, da das der einzige nominierte Film war, den ich gesehen habe. PT Anderson ist mir dazu noch, aus der Ferne, unsympathisch, weshalb ich schön für wen und gegen wen sein konnte und mich dann am Ergebnis freuen. So wie ich mich am Samstag freuen konnte, wie bei den ganzen anderen Arminiaauftritten auch, diesen freudvollen.
Sa 23. Feb 2008
Mi 20. Feb 2008
Man kann auch ziemlich doof sein, obwohl man Hölderlin-Hymnen auswendig kann
Von Malte um 11:53 in HöchstkulturBeitrag kommentieren
Eine junge Kulturpessimistin namens Anne Weiss sagt auf Spiegel Online:
Es tut zum Beispiel schon verdammt weh, was mit der deutschen Sprache angestellt wird. Früher konnten wir Hölderlin zitieren, heute können wir irgendwelche grässlichen Musiktitel nachsingen.
Verdammt weh tut ihr das. Ich kann auch überhaupt kein Hölderlin auswendig, denn Hölderlin auswendig zu lernen macht man nicht im vorbeigehen. Hölderlin heutzutage auswendig zu lernen ist harte Arbeit, Arbeit deren Sinn sich kaum erschließen mag, denn man muss sich schon in einen mental zweifelhaften Zustand befinden, dass einen das Pathos dieser Dichtung so sehr persönlich berührt, dass man es sich derart zu Eigen macht. Oder man ist Philologe, was einen mental fragwürdigen Zustand keinesfalls ausschließt.
Aber ich kann mehrere Hundert, auch gräßliche, Lieder des letzten Jahrhunderts auswendig … oder zumindest in großen Teilen mitsingen. Warum? Zum einen weil es die begleitende Musik einfacher macht sich den Text zu merken, sobald man erstmal anfängt sich den Text anzusehen, und zum anderen weil mir die Lieder tatsächlich etwas bedeuten. Aber wenn mich das im kanonsgeilen Bildungsbürgerverständnis von Frau Weiss doof macht, werde ich gerne von dieser Lektorin ausgerechnet der Lübbe-Verlagsgruppe als doof angesehen, aber nur solange es sie unglücklich macht.
Nach tausenden von Jahren abendlandbeendender Jugend von heute ist es endlich soweit, die Jugend von heute ist so furchterregend schrecklich, die sieht das selber ein.
Ich finde die Jugend super, solange sie nicht zuschlägt. Das gilt aber imperativ für alle anderen auch.
Di 19. Feb 2008
Möchte mir ein paar Platten kaufen. Ich würde es dann in Monatsraten zu je 50 Euro zurückzahlen.
(via)
Do 14. Feb 2008
Dass in meinem Handytelefonbuch “Pannenhilfe” direkt nach jemanden kommt der “Olli” heißt. Bei all den Pannenollis dieser Welt. Traurig natürlich, da ich keine “Oma” mehr habe, die ich dazwischen packen könnte.
Do 14. Feb 2008
Mi 13. Feb 2008
Mir gefällt es auch ganz gut in 100 Jahre alten und älteren Lexika zu blättern und mich an der Vergänglichkeit und Konstruktion von Wissen zu freuen, das reicht aber nicht als Rechtfertigung es aus nostalgischen Gründen allzu sehr zu bedauern, dass es sich jetzt für den Brockhaus wirtschaftlich einfach nicht mehr lohnt eine große gedruckte Enzyklopädie anzubieten, die bei Erscheinen schon veraltet ist. Die Wikipedia bringt jedes Jahr eine DVD-Rom Version des aktuellen Datenbestandes heraus, die sich jeder runterladen kann, diese kann dann auch jeder hundert Jahre aufbewahren, auf dem Totenbett anschauen und sich über unsere Schrulligkeit totlachen. Wer glaubt, dass in der Wikipedia überhaupt keine zuverlässigen Informationen stehen, muss halt den verehrten Brockhaus-Verlag und seine allwissende Redaktion bitten, ähnliches anzubieten oder sich deren ganze Webseite eben öfter mal ausdrucken, sofern sie es überhaupt schaffen ein überlebensfähiges und für den Nutzer bezahlbares (lies: kostenfreies) Modell dauerhaft anzubieten.
Mi 13. Feb 2008
Man kann sich sämtliche Spiegel-Artikel seit immer seit heute im Spiegel-Archiv anschauen, jeden Artikel auch als PDF. Ich wundere mich aber, warum sie die Vorlagen für die PDFs mit einem 80er Jahre Faxgerät erstellt haben, musste das denn sein? Die paar Kilobytes mehr hätten den Kohl nicht fett, aber das Auge glücklich gemacht. Nein, im Zweifellsfall sind diese aus alten Mikrofischies automatisch generiert worden. Vielen Dank lieber Spiegel! Ob das kostenlos bleibt? Das wäre ausgesprochen schön, aber auch die einzige Chance für den Spiegel, falls sie mich da öfter sehen wollen.
Jetzt weiß ich, dass die erste Erwähnung Arminia Bielefelds im Spiegel am 17. März 1965 stattfand, wenn ich da richtig recherchiert habe, und es ist der kommentarlose Abdruck des grausamen “Arminen-Liedes” im “Hohlspiegel”. Und dies bleibt bis zum Skandal auch die einzige Erwähnung.
Di 12. Feb 2008
Hört endlich auf euch aufzuregen und geht einfach vor die Tür, ich komme auch gerne mal mit. Als armer Westfale habe ich überhaupt noch keine Erfahrungen mit dem Rauchverbot. Hätte es aber lieber jetzt als gleich. Und was das Landesverfassungsgericht in Rheinland-Pfalz heute einstweilig verfügt hat ist, sollte es letzte Ausnahme bleiben, gerne auch bundesweit, akzeptabel für mich. Denn es bezieht sich nicht auf ALLE Ein-Raum-Kneipen dieser Welt, sondern nur auf jene die ausschließlich inhabergeführt sind und keine Angestellten haben. Wenn es davon wirklich viele gibt, klingt ja eher nach Trinkhalle, so gehe ich da nicht hin und Leute, die da hingehen, können von mir aus alle bald sterben.
