Quel maledetto treno blindato

Wie kann man ein Filmtagebuch besser beginnen als mit totalem Trash? Vermutlich auf mehrere Arten. Ich kann aber jetzt nicht anders, da dass der erste Film war, den ich seit meinem Plan hier Zeugnis abzulegen, gesehen habe. Wer ist schuld? Quentin Tarantino ist nicht schuld. Schuld ist Florian, der aus dem Wissen heraus, dass der Quentin diesen Film jetzt neu verfilmt, geschlossen hat, ihn im Filmclub zeigen zu müssen. Florian hat dann krank gefehlt.
In diesem Film bekommt im Frankreich des Jahres 1944 der titelgebende Haufen amerikanischer Deserteure, Diebe und Mörder während ihres Transports zur Erschießung bei einem deutschen Angriff die Gelegenheit zu fliehen, tut dies, will sich in die Schweiz absetzen, erlebt allerhand schießwütige Abenteuer, bringt aus Versehen eine als deutsche Soldaten verkleidete amerikanische Spezialeinheit um, gibt sich dann als diese aus und rettet gemeinsam mit der französischen Ressistance den Tag. Klingt super, ist aber nicht viel besser umgesetzt als eine A-Team-Doppelfolge. Amüsant ist es jedoch allemal. Zumindest das hat er vielen anderen Kriegsfilmen voraus. Nur Seewolf Harmstorf, als deutscher Deserteur Adolf, zerdrückt leider keine Kartoffel. War das nicht sein Alleinstellungsmerkmal?

Wenn ich nicht ich, sondern jemand ganz anderes und jetzt nicht jetzt, sondern vor 30 Jahren wäre, so hätte ich eventuell die Filmemacher wegen Verunglimpfung der Wehrmacht angezeigt und vermutlich recht bekommen. Kein Wunder, dass die den Krieg verloren haben, die sind einfacher zu töten als die dicken Mädchen beim Völkerball abzuwerfen. Die muss man nur mal kurz an der Schulter berühren und schon sind sie hin. Tolle Herrenrasse ist das.

Gelernt habe ich, dass man die richtige Wahl trifft, wenn man sich mit Deserteuren, Dieben und Mördern umgibt, denn wenn die Scheiße mal den Ventilator trifft, dann wissen die worauf es ankommt! Nämlich den Bleistift in den Selbstzerstörungsmechnismus der V2 zu stecken, um ihn zu stoppen, und ihn dann selbstlos wieder zu entfernen, um das Ende des Films zu retten.