Ich werde dem Arminia-Planeten mal vorschlagen ein kleines, ultraportables Schreikissen mit Arminawappen ins Sortiment aufzunehmen. Mich überkommt immer öfter der Wunsch einfach draufloszubrüllen, um nicht zu explodieren, und das sieht in der Öffentlichkeit ohne Schallschutz ja nie gut aus und ist auch unhöflich.
September 2007
Sa 29. Sep 2007
Sa 29. Sep 2007
Eine schöne Woche war das.
Ich fühle mich ein wenig, als ob man meinen, imaginären, Hund vor meinen Augen grausam unter sardonischem Gelächter ermordet hätte.
Wir haben heute nach dem 3:1 schon verzweifelt zur Konferenz geschaltet, aber immer wieder kam dieses Spiel. Immer wieder.
Ich überlege, ob ich vielleicht heute Abend mit Arminia-Schal arbeiten gehen werde. Oder mit Trauerflor.
Oh boy. Das kann ja noch was werden.
So 16. Sep 2007
Der Fußball den Arminia spielt, abgesehen vom Wolfsburgspiel, überzeugt mich nicht sehr, auch wenn viele Tore fallen. Ich habe ein schlechtes Gefühl bei diesem Tabellenplatz, und wenn ich an letzte Saison zurückdenke, da hatten Gladbach und Aachen nach dem siebten Spieltag jeweils 12 Punkte und waren 4. und 5., und was aus denen wurde ist ja bekannt. An sich gut, was dem Niederrhein da passiert ist. Doch, wenn man das als Regel sehen möchte, dann tritt mir der kalte Schweiss auf die Stirn, und trotz aller Vernunftäußerungen seitens der Arminia, besonders der gesunde Verstand eines Christian Eigler gefällt mir, nur Punkte gegen den Abstieg zu sammeln, befürchte ich, dass sich langsam doch festsetzt, wie es sich in der letzten Winterpause scheinbar auch festgesetzt hatte, mit dem Abstieg diesmal bestimmt nichts zu tun zu haben und dann zu lange die Zügel schleifen zu lassen.
Wir sind nicht und werden nicht Bayernverfolger sein.
So 16. Sep 2007
Mir tut es schon immer ein wenig leid, wenn große Sportler jung sterben, aber ich möchte besonders im Fall von Colin McRae nicht von “vorzeitig” sprechen, denn, wie immer, sind alle Sprichwörter richtig, so stimmt “wer sich in Gefahr begibt …” eben auch hier, der ist bestimmt wie ein Berseker Hubschraubergeflogen und er hatte, so wie ich das sehe, noch Glück, dass es ihn nicht in seiner aktiven Rallyefahrerkarriere erwischt hat. Mein Mitleid mit den jungsterbenden “Adrenalinjunkies” hält sich in überschaubaren Grenzen, und ist im Falle aller, von mir aus auch mir persönlich bekannter, verunglückender Motorradfahrer nicht vorhanden, da bin ich einfach mal knallhart. Motorradfahren ist gefährlich und ich halte jeden, der es für wert hält, nur weil es “so geil” ist, sein Leben aufs Spiel zu setzen, für bescheuert. Sehe das aber als natürlich Selektion durchaus positiv. Ich mag übertrieben vorsichtig sein, bin ich gerne, ich traue auch der motorisierten Bevölkerung als Fussgänger kaum noch über den Weg, schaue bevor ich bei grün die Straße überquere noch einmal erst böse nach links dann böse nach rechts, bei grün will ich wirlich nicht überfahren werden, das fände ich gemein, nachdem ich in meiner Junged auch viele, grundsätzlich akoholinduzierte lebensgefährliche Situationen überlebt habe. Meine Lieblingsaktion, welche mich immer wieder schaudern läßt, war in einem Sommer im Teutoburger Wald in der Senne, als ich mitten in der Nacht gemeinsam mit einem Freund immer wieder auf ein “Tarzanseil”, mit welchen man wirklich sehr weit und sehr hoch schwingen konnte, gesprungen bin. Auch zu zweit gleichzeitig. Das würde man eigentlich nicht machen. Als ich mir ein paar Tage später dieses Seil bei Tag angeschaut habe, habe ich gesehen, dass es an dem Hang über dem es hing gut und gerne 200 Meter sehr steil bergab ging, was mir überhaupt nich bewußt war, denn wir kamen von oben an das Seil. Ich frage mich auch, wer solche Seile an öffentlich zugänglichen Orten aufhängt. Was sagt man auf einer Doppelbeerdigung zweier junger Männer, die besoffen im Wald von einem Seil gefallen sind?
Di 11. Sep 2007
Wer mehr als 10 Tore in einem Spiel schießt ist ein Arschloch. Ein Arschloch, welches Freude an der Demütigung des Gegners hat. Seit der BVB im November 82 in Gestalt von vor allem Manni Burgsmüller der Armina, respektive Olli Isoaho, in einer Halbzeit 11 Tore eingeschenkt hat und ich mir von meiner landbevölkernden, BVB-liebenden Verwandtschaft immer wieder Hohn und Spott anhören musste (“Zeig noch mal das Autogramm von dem Torwart von dem 11:1″) kann ich solche Ergebnisse nur schwer ertragen. Es ist auch kein Zufall, dass die einzigen drei Mannschaften in der Geschichte der Bundesliga, welche zehn und mehr Tore in einem Spiel schossen Dortmund, Gladbach und die Bayern waren. Gladbach sogar vier mal. Also wirklich. Unsympathischer geht es nicht.
Nicht dass ich Frauenfußball jemals etwas abgewinnen konnte, aber man findet doch immer wieder gerne Gründe etwas nicht zu mögen, was man vorher schon überhaupt nicht mochte.
[Edit selber Abend: "Am Dienstagabend gewann Arminia Bielefeld mit 13:0 beim SV Enger-Westerenger." Gildet aber nicht. Testspielquatsch gildet nicht.]
Sa 1. Sep 2007
Fürchterlich! Grund sich zu beschweren gab es auch die letzten beiden Spiele, es fällt jedoch schwer Punktgewinne zu kritisieren. Jetzt aber. Was war das denn? Laßt es euch gesagt sein: Mit sieben Punkten steigt man ab!
Ich möchte gerne auch eine No!range-Initiative gründen, dieses schreckliche hasenfüßige Spiel kann doch nur damit zusammenhängen, dass sich die Spieler in den Straßenarbeiterleibchen mörderunwohl gefühlt haben und nicht konnten, was sie eigentlich könnten. Mann kann sich auch nur schwer in ihnen unsichtbar machen.
Warum eigentlich schon wieder Nkosi von Anfang an? Warum immer Tesche? Der Tempovernichter. Warum Gabriel für den verletzten Langkamp, wenn Bollmannn auf dem Platz steht? Den kann ich in die Innenverteidigung ziehen, dann Kirch nach hinten rechts und Kamper rein und davor. Gabriel kann, nach meinem Eindruck, einfach nicht mehr, kommt immer zu spät. Und überhaupt Kamper. Das ist doch auch purer Aberglaube Kamper immer nur als Ersatzspieler zu nutzen. Den gewählten Arminen der letzten Saison könnte man vielleicht auch mal wieder von Anfang an spielen lassen, ich glaube nicht, dass er böse darum wäre.
Wann habe ich das letzte mal einen Arminiaauswärtssieg zu Hause gesehen? Frankfurt letzten November. Wird Zeit auch mal meinem Aberglauben zu folgen und Auswärtsspiele nur noch im Stadion oder Kneipen zu schauen. Ist doch so oder so viel schöner.
Jetzt müssen wir den armen Frank Pagelsdorf in zwei Wochen noch immer punktlos nach Rostock nach Hause schicken.
