Di 7. Aug 2007
Wenn man krank ist. Oh nein. Ich werde zu Ernst Middendorp und rede von mir in der dritten Person. Und noch schlimmer, macht Ernst das doch nur, wenn er über seine im Dunkeln liegende Vergangenheit spricht, über den Mann, der er offiziell nicht mehr sein will, aber den er selbst sicher so bewundert, dass er alles geben wird, immer dieser große Freigeist bleiben zu dürfen. Schlimmer ich, ich wollte aus der Jetztzeit berichten, und zwar, dass ich total erkältet, wie ich jetzt bin, zwar auch mal öfter denke: “Da könnte man einen Blogeintrag zu machen”, aber noch viel seltener als sonst (lies: gar nie) auch nur den geringsten Antrieb verspüre, das auch zu tun. Da sehe ich jetzt also eine weitere Jugendphantasie schwinden: Im besten Mannesalter unheilbar krank werden und stark geschwächt aber alle letzten Kräfte zusammensammelnd aus dem Nichts einen fabelhaften Debütroman schreiben. Anfang als Ende. Wenn nicht dann, wann dann? Aber erstmal hoffe ich ja, nicht so ganz jung sterben zu müssen, und wenn doch, dann liege ich vermutlich den ganzen Tag auf dem Sofa und lamentiere, schaue mir alte Filme an und lamentiere noch mehr, ich würde sogar Freunde anrufen und lamentieren, was sollen die schon sagen? Ich bin immerhin totkrank. So wird das. Wenn mich schon eine Woche Erkältung so niederkriegt.

August 7th, 2007 um 8:29
Männer und Schnupfen….
Du Armer! Aber ich bin mir ganz sicher: ES GIBT EIN LEBEN DANACH!
Ich wünsche Dir viele gute alte Filme und GUTE BESSERUNG!