August 2007


Oder wer mag. Kann meinen tollen Arminia-Saisonplaner in seinem Google-Kalender abbonieren (oder in iCal oder was auch immer).
In der Betreffzeile steht immer abgekürzt die DSC-Begegnung und in der Beschreibung alle anderen Spiele des Spieltags. Werde sobald neuterminiert wird den Kalender aktualisieren.

iCal-Link

xml-Link

Ich bin mittlerweile absolut sicher, dass die architektonische Meisterleistung namens A1 einzig und allein deshalb so entstanden ist, damit den Zuschauern in A2 und A3 im Sitzen auch ja nicht die Sicht auf die neue, fabelhafte Haupttribüne versperrt wird, denn nichts anderes würde versperrt werden, man könnte auf A1 auch 2 Meter höher stehen und A2 und A3 sähe alles vom Spielfeld. Schrecklich selbstverliebt und nicht im Ansatz durchdacht. Das kann nicht so bleiben. Ich schäme mich Armine zu sein. Wenn da nicht bald was gesagt und gemacht wird, dann schreibe ich einen ausführlichen Brief an alle Vereine samt Fanabteilungen, die DFL und Frank Stopfels Mutter.

Rob Alef schreibt:

Die Kogge kam nach dem schlamperten Start der Nürnberger in Halbzeit zwo auf Fahrt und hätte fast noch gepunktet. Aber auch nur fast, denn anders als bei dem legendär blöden 2:3 gegen Bielefeld, der Anfang vom Ende von Wolfgang Wolf, hat der Club es gelernt, verdiente Siege auch einzufahren.

“Blöd” ist nun eine Beschreibung, die mir im Leben für dieses Spiel nicht eingefallen wäre. Ich weiß es noch wie gestern. Ich hatte eine richtig böse Erkältung mit fast 39 Fieber und schwerste Kopfschmerzen. Nach dem Zwei zu Eins habe ich ernsthaft überlegt, ob es vielleicht doch einen strafenden, unerbittlichen Gott gibt, denn ich hatte nicht das Gefühl, dass ich das in meinem Zustand verdient hätte, nur um 8 Minuten später im Bademantel durch die Wohnung zu springen und mich später süffisant an Ivica Banovis Tränen zu ergötzen. Schön. Jetzt habe ich auch das wirklich blöde Spiel von Samstag verarbeitet.

Die bedeutet mir wirklich viel. Zumal ich jetzt endlich sagen kann, seit ich Musik höre, seit ich Musik auflege, dass ich angekommen bin bei einer bestimmten Musikrichtung. Die Stilrichtung ist etwas schwierig zu beschreiben, deshalb die Gruppen: Das ist Arcade Fire, Decemberists, Hidden Cameras, Dropkick Murphys. Es ist so Richtung Folk, trotzdem Indie, nicht Mainstream, bisschen Country drin, alles verspielt . . .


Sagt Mehmet Scholl. Das ist zunächst wirklich gute Musik, aber was, bitteschön, machen die Dropkick Murphys in dieser Liste? Das sind ja vielleicht auch ganz nette Jungs, die in der Staßenbahn aufstehen und einem nicht die Tür vor der Nase zufallen lassen, nur war nett sein noch nie ausreichendes Kriterium, um gute Musik machen zu können, denn das machen sie nicht. Ich könnte mir sogar vorstellen, dass auch die unsensiblen Menschen, die den ganzen Tag nur Oi-Punk und so Quatsch hören, die schrecklich finden, weiß ich aber nicht genau. Warum also sagt Mehmet Scholl sowas? Ernst kann er es nicht meinen. Ich denke, dass da auch eine kleine Pause gewesen ist zwischen der Nennung von “Hidden Cameras” und den “‘Dropkick Murphys”, währrenddessen in Mehmets Kopf ungefähr sowas zu hören gewesen sein muss: “Oh jeh, ich habe ja gerade gesagt, dass ich Hidden Cameras super finde. Mist. Das ist doch superschwul. Wenn sich da mal jemand die Texte anschaut. Oh jeh. Das ist auch ganz komisch, mit Anpillern und so. Ich will auf keinen Fall, dass mich jemand für schwul hält. Meine Stimme ist ja auch so seltsam hoch. Ich muss diesem Herrn Komma-Pöllath unbedingt sagen, er soll mir eine Frage zum Musikgeschmack meiner Freundin stellen. Aber jetzt mal ganz akut. Wie kann ich das noch retten? Was ist die männlichste Musik, die ich kenne? Dropkick Murphys. Die sind aber ja sowas von Scheiße. Egal, jetzt habe ich schon zehn Sekunden nichts gesagt. Mist.” Und nachdem er es dann wirklich gesagt hat, war es ihm bestimmt auch ganz peinlich. Anders kann ich mir das nicht erklären.

Nein. Mehmet. Du bist, nach Katsche Schwarzenbeck, der netteste Bayer aller Zeiten und hast die besten Platten. Das ist doch was. Und danke für Fußball!

Der Rest des Interviews hier.

Der neue Gästestehplatzblock auf der Alm ist eine unfassbare Fehlkonstruktion, die Stehplätze derartig abgesenkt neben die Sitzplätze zu setzen, das kann eingentlich nicht wahr sein. Ich würde auch diese Woche gerne noch eine offizielle Stellungnahme hören. Ich lege mich fest: Das kann man so nicht lassen. Das schadet vor allem dem Verein. Und wenn man sowieso wieder umbauen muss, dann sollte man die Gästeblöcke insgesamt in die Nordwestkurve ziehen, mit den Stehplätzen nach unten, damit dann auch die Damen und Herren auf den neuen, schicken Haupttribüne, die Richtung Süden sitzen, von den gegnerischen Fans nicht mit Bier beworfen und schrecklich zusammengebrüllt werden. Also Gästefans nach, in Fahrtrichtung, rechts und den Familienblock nach links, ruhig auch da hin, aber ganz anders, wo jetzt diese A1-Schande steht.

Was ist denn “Kann sein” für eine Antwort auf die Frage, ob man sich schon einmal zu einer Computerspielfigur sexuell hingezogen gefühlt oder sie gar geliebt hat? “Kann sein” heißt “Ja”. Immerhin geben es 34 Prozent der Befragten direkt zu, doch 25 Prozent meinen ein verschämtes “Kann sein” ist die richtige Antwort, wenn einem gleichzeitig das Gedächtnis die vielen Stunden in verdunkelten Zimmern vorpielt, in welchen man Lara Croft oder die Alte von Roger Rabbit begehrte, denn Comicfiguren setze ich einfach mal gleich. In Jessica Rabbit bin ich, wenn ich darüber nachdenke, immer noch verknallt und glaube auch alle Chancen zu haben den Trottel Roger ausstechen zu können. Ich weiß auch gar nicht, was daran so ungewöhnlich sein sollte. Es braucht nicht viele und vor allem nicht komplizierte Formen, um die menschliche, vor allem wohl männliche, Libido in full swing zu bringen. Gibt es Leute, die glauben, dass beispielsweise die ganzen ultrapornografischen Mangas nur produziert werden, weil sich das Publikum an der Kunsthaftigkeit so erfreut und nicht weil es sexuell erregend wäre?

Außerordentlich interessant finde ich an der Umfrage, dass nur 5 Prozent mehr der Befragten sich selbst als “rein heterosexuell” (28%) als als “rein homosexuell” (23,4%) sehen und somit fast 50 % als weder das eine noch das andere. Ich habe von solchen Dingen ja keine Ahnung, aber das scheint mir sehr hoch, entweder die Umfrage wurde vermehrt von Homosexuellen beantwortet oder Gamer sind wirklich, im Vergleich zum Rest der Gesellschaft, ungewöhnlich oft “Gaymer”. Und wenn das so ist, vielleicht stimmt es dann ja auch, dass es wirklich so gut wie keine homosexuellen Profifußballer gibt, denn immer, wenn über Schwulenfeindlichkeit im Fußball geschrieben wird, wird erwähnt, dass es keine offen homosexuellen Spieler gibt, weil diese ein Outing, karrieremäßig, nicht überleben würden, was sicher nicht falsch ist, doch dann immer hochzurechnen, dass es mindestens soundsoviele homosexuelle Fußballer geben müsse, da das dem Anteil an der Gesamtgesellschaft entspräche, muss auch nicht stimmen, denn vielleicht spielen die lieber zu Hause die Sims. Ich weiß es aber nicht.

Hier die Umfrageergebnisse.

(via Welt Online)

Wenigstens nicht Spitzenreiter. Das ist letztes mal ja gar nicht gut gegangen. Ich hoffe aber auch das in dieser Hinserie mehr Auswärtssiege als letztes Jahr rausspringen, sonst wäre es das ja schon wieder.
Nkosi gefällt mir ziemlich super! Vor allem, weil ich den für eine knappe Million als “Ergänzungsspieler” in meinem Kicker-Team habe. Nächstes mal darf er mitmachen, und der doofe Krzynowek, der heute nicht mal auf der Bank saß, fliegt raus.

Endlich endlich vorbei die schreckliche Sommerpause, ohne Sommer of all things. Ein Bekannter sagte es vor kurzem sehr richtig: “Ist ja ganz nett, so eine Sommerpause, aber nach fünf sechs Tagen nervt’s.”

Bei Spiegel Online steht: “Ökonomen warnen vor Panik”. Das will ich auch gerne tun, ist ja auch wirklich unangebracht noch vorm ersten Spieltag, und generell ist Panik kein guter Ratgeber.
Auf nach Wolfsburg! Obwohl es mir immer noch nicht richtig gut geht und ich so schrecklich schlimme Rückenschmerzen habe, weil ich gestern so viel Wasser im Keller im Hotel schieben musste. Verdammte Unwetter.

Wenn man krank ist. Oh nein. Ich werde zu Ernst Middendorp und rede von mir in der dritten Person. Und noch schlimmer, macht Ernst das doch nur, wenn er über seine im Dunkeln liegende Vergangenheit spricht, über den Mann, der er offiziell nicht mehr sein will, aber den er selbst sicher so bewundert, dass er alles geben wird, immer dieser große Freigeist bleiben zu dürfen. Schlimmer ich, ich wollte aus der Jetztzeit berichten, und zwar, dass ich total erkältet, wie ich jetzt bin, zwar auch mal öfter denke: “Da könnte man einen Blogeintrag zu machen”, aber noch viel seltener als sonst (lies: gar nie) auch nur den geringsten Antrieb verspüre, das auch zu tun. Da sehe ich jetzt also eine weitere Jugendphantasie schwinden: Im besten Mannesalter unheilbar krank werden und stark geschwächt aber alle letzten Kräfte zusammensammelnd aus dem Nichts einen fabelhaften Debütroman schreiben. Anfang als Ende. Wenn nicht dann, wann dann? Aber erstmal hoffe ich ja, nicht so ganz jung sterben zu müssen, und wenn doch, dann liege ich vermutlich den ganzen Tag auf dem Sofa und lamentiere, schaue mir alte Filme an und lamentiere noch mehr, ich würde sogar Freunde anrufen und lamentieren, was sollen die schon sagen? Ich bin immerhin totkrank. So wird das. Wenn mich schon eine Woche Erkältung so niederkriegt.

Aber in der SpOn-Redaktion ist die Art wie man zu Nachwuchs kommt wohl noch ein Geheimnis, oder warum sonst sollten sie den Grund “Ich wollte ein Kind” in ihrem Bericht über eine Studie über Beischlafanreize bei Menschen in die Rubrik “25 wirklich skurrile Antworten” setzen? So skurril ist das nun nicht.