Mal ehrlich. Warum wird sich soviel über die Selbstfestigung der Position der katholischen Kirche beschwert? Ist das nicht das, was die katholische, was alle Kirchen tun? Zu behaupten den einzig wahren Weg zur Glückseligkeit in Ewigkeit zu kennen? Wenn man solche endgüligen Dinge, die keiner weiteren Begründung bedürfen als die, dass es eben so ist, anbietet, kann man, wenn man neue Mitglieder gewinnen möchte, nicht sagen, dass es bei uns gutes, ewiges Leben gibt, aber bei den netten Nachbarn, die einem nicht ständig alles verbieten und auch viel öfter mit der Klampfe ums Lagerfeuer sitzen und für alles Verständnis haben … genauso.

Ich muss aber auch sagen, dass mir die ganze Ökumene suspekt ist. Warum zum Teufel, huch, ist es ein erstrebenswertes Ziel christlicher Religionsgemeinschaften sich an die ehemals verhassten anderen christlichen Glaubensgemeinschaften anzunähern? Warum braucht es immer noch den Herrn Jesus als gemeinsamen Nenner? Warum sich nicht an alle, ob Christ ob anders gläubig oder nicht gläubig, annähern wollen, wenn man so oder so keine erklärten Feinde mehr hat, wenn man vorgeblich das gesamte, zumindest menschliche, Leben achtet und für schützenswert hält?