So 15. Jul 2007
Das ist keine echte Wissenschaft was du da machst, David Hockney.
Von Malte um 14:11 in Allgemeines1 Kommentar
David Hockney hat keinen Bock auf ein Rauchverbot in öffentlichen Gebäuden in England, obwohl er sowieso nur zu Hause rumhängt. Aber noch viel mehr glaubt er, außer dass so ein Rauchverbot ganz offensichtlich ein Zeichen von Totalitarismus sein muss, dass dieses Rauchverbot, wie schon in Amerika, so sagt er, dazu führen wird, dass sich die unglücklichen Nichtmehrdrinnenraucher mit Schmerzmitteln und Antidepressiva vollpumpen, um den Verlust zu kompensieren. Dieser Zusammenhang klingt nicht plausibel und ist bestimmt auch nicht empirisch belegt. Meine kleine Gesundheitsaufassung widerspricht dem auch. Ich denke, dass der Gebrauch von Antidepressiva und starken Schmerzmitteln dann zunimmt, wenn man meint diese für ein gutes oder besseres Leben zu benötigen, weil es einem nicht gut geht, weil die anderen die auch nehmen oder weil der Arzt das verordnet, inwieweit das vernünftig ist oder nicht spielt keine Rolle. Und ich bin der Meinung, dass ein gesünderer Lebensstil, und nicht mehr oder weniger zu rauchen wird gerne als eine Maßnahme hin zu einem gesünderen Leben angesehen, und die Erfahrung bestätigt das, eher dazu führt, dass man sich besser fühlt. Außer David Hockney natürlich. Warum sollte also dann die Aufgabe einer nicht-stimmungsaufhellenden Substanz, und Nikotin ist nicht besonders stimmungsaufhellend, es ist vielleicht suchtbefriedigend und wird so mit stimmungsaufhellend verwechselt, dazu führen ein stärkeres Verlangen nach egalmachender Medikation zu generieren? Ich fürchte Rauchen bzw. Nichtrauchen und Medikamentenabuses haben keine starken kausalen Zusammenhänge.
Es mag auch alles sein, dass es David Hockney als Raucher besser geht, dass es auch Raucher gibt die über Neunzig geworden sind, dass militantes Nichtrauchertum genußfeindlich ist … jajaja. Es ändert aber nichts daran, dass starke Rauche im Durchschnitt wesentlich jünger sterbern, öfter krank sind, schlecht aussehen und, das behaupte ich einfach mal, generell unzufriedener sind, sie sehen jedenfalls so aus. Und das allerdringendste Pro-Drinnenrauchverbots-Argument ist die teilweise unfassbar schlechte Ventilation in Diskotheken und Kneipen, die, auch eine flott aus der Hüfte geschossen Behauptung, aus einem Nichtraucher für die Zeit des Aufenthaltes einen zumindest mittelschweren Raucher macht. Ich bekomme nach ein paar Stunden in einer verrauchten Kneipe Kopfschmerzen und fühle mich matt, egal ob ich selber geraucht habe oder nicht, ein Sommerabend an der frischen Luft, mit nicht gerade wenig Bier und gerne auch Rauch, kann mir den nächtsten Tag nicht verderben, und wenn es mir so geht, glaube ich, geht es manch anderem nicht viel anders. Rauchen als Genußmittel ist ganz große Kultur, aber verrauchte Räume verstärken die Gefahren stark und bringen kein mehr an Genuß. Also weiterhin. Ab. Vor die Tür.

Juli 16th, 2007 um 10:00
Einfach Herrn Hockney bei einem seiner wenigen Pubbesuche eine Backpfeife austeilen, wobei sich dann seine Wange rötet, und dann erklären das es nicht “empirisch belegt” ist das Backpfeifen schädlich sind, und das, ja sowiso, man was gegen Genußfeindliche Leute und Verbote hat. Also auch gegen Backpfeifenverbote.Und sowiso sei noch niemand an einer Backpfeife gestorben, und derjenige soll sich mal nicht so haben.
Genau wegen Herren wie Hockney musste das Rauchverbot kommen.