Juni 2007


“Die ursprüngliche Absicht, Eckkneipen und Lokale mit nur einem Raum vom Rauchverbot auszunehmen, wurde fallengelassen.”

Vielen Dank NRW. Das andere wäre eine richtige Scheißregelung gewesen, über die ich mich schon viel aufgeregt habe, ich als Eckkneipenafficinado. Am besten gefällt mir das natürlich, da ich, eigentlich Nichtraucher, unter Alkoholeinfluss, und da braucht es gar nicht viel willenlos zu werden, schnell mitrauche, und das kann ausarten und ich habe danach drei Tage Kopfschmerzen, da keine aufgebaute Nikotinverträglichkeit vorhanden ist und ich mich akut vergifte. Meine Erfahrung bestätigt mir außerdem, wenn nicht geraucht wird, oder ich ausschließlich mit Nichtrauchern unterwegs bin, dass ich überhaupt nicht auf die Idee komme rauchen zu wollen, denn wie alle anderen Sprichwörter stimmt auch: “aus den Augen aus dem Sinn”.

Ab. Vor die Tür.

Ich habe mich heute ein wenig über LibraryThing geärgert und Ihnen mangelnden Professionalismus und erhebliche Kommunikationsschwierigkeiten vorgeworfen, denn seit gestern ist die Seite nicht zu erreichen und seit gestern bis eben war dort zu lesen, dass sie in 5 bis 10 Minuten wieder da sein wird. Nicht sehr gut geschätzt.
Und dann stand da (ungefähr, es ist wieder weg, bevor ich es kopieren konnte):

“We apologize for not updating the status message, that was inexcusable”

Wat denn nun? Kann man das unentschuldbare doch entschuldigen? Ist sowas, vergleichsweise banales, wirklich unentschuldbar? Eher nicht. Sie finden das dort aber immer noch, nur haben Sie ihre komische Formulierung geändert.

Downtime happens, but not updating this message was inexcusable. We will keep this message up to date from now on.

Schon das zweite mal habe ich jetzt bei PostSecret eine Postkarte wie diese gesehen, die davon spricht inständig darauf gehofft zu haben, dass die heimliche, aber wahre, Liebe, ob ausgelebt oder überhaupt auf Gegenseitigkeit beruhend ist unbekannt, sich bei der Frage des Kirchenmannes während der Hochzeit, ob wer was gegen diese Ehe vorzubringen habe, Einspruch erheben würde, um sie dann auf Händen aus der Kirche in eine bessere Zukunft zu tragen.
Kann man denn sowas wirklich Ernst meinen? Gibt es wirklich Leute, die mit der Wirklichkeit und den typischen Handlungsweisen von Menschen so wenig vertraut sind, dass sie sich als einzigen Ausweg in ein glücklicheres Leben, ein vollkommen unrealistisches Szenario wünschen und ehrlich darauf hoffen, dass dieses eintritt?
Ich bin froh, dass der Herr, selbst wenn er tatsächlich mit dem Gedanken gespielt hat, Einspruch zu erheben, es nicht getan hat, denn die gute Frau scheint der Überzeugung zu sein, dass jemand der einem unausgesprochene Wünsche nicht vollständig erfüllt nicht der perfekte Mensch sein kann. So stelle ich mir diese Frau vor. Mit dem Glauben an einen für sie geschaffenen perfekten Menschen, und tief unglücklich, solange dieser nicht da ist.

Ich habe eine Nachbarin, der ich solch ein Verhalten zutrauen würde, jemandem ständig die kalte Schulter zeigeng, nur um ihm dann auf dem Sterbebett zu beschuldigen, warum er sie nie gerettet hat.

Hätte ich Salvador Dali bei Robert Lembke gesehen. So ist das aber auch ganz gut.

Einfach abgerissen. Nicht mal das Wasser haben sie vorher abgestellt. Aber ich habe es ja jetzt auf Video, und kann es mir immer wieder ansehen. Wer es sich auch ansehen möchte, lädt es sich hier herunter.

Dem Schwick vergeht die Zeit wohl nicht schnell genug. Der redet da von 94, Meisterleistung, im Sommer umgebaut, keiner geglaubt, hätte das damals, dass das möglich ist, Langenscheidt, 94. Das war aber 96, Sommer 96, da habe ich selber noch ein paar Sitze, aus Jux und Dollerei, mit angeschraubt, weil da ein Freund gearbeitet hat. Das war ein sehr heißer und für mich persönlich hervorragender Sommer. Da habe ich unter anderem Abitur gemacht, das hatten auch viele nicht geglaubt, dass man mit so wenig Einsatz Abitur machen kann.

Der Sommer 94 hingegen, das ganze Jahr, war doof, ganz sehr.

“Do the right thing” mit den Sesamstraßenprotagonisten. Und wer ist der größte Troublemaker? Bibo natürlich.

(via)

Gibt es irgendwen, der sich von Gewalttätern und Krawallmachern gut vertreten fühlt und selber kein Gewalttäter und Krawallmacher ist?

Warum lösche ich so gut wie keine E-Mails? Weshalb gibt es eine einfach zu bedienende, schnelle und zuverlässige Desktopsuche? Wozu das alles, wenn ich es doch nicht so benutze, wie man es benutzen sollte? Warum suche ich, insgesamt bestimmt eine Stunde, nach einem Buch, von dem ich sicher bin, dass ich es habe, finde es nicht, suche verbissen weiter, weil ich vor allem auch meine These bestätigt wissen möchte, dass man letztlich doch immer alles findet, wenn man alle Regale dreimal mit steigender Genauigkeit und steigender Ungehaltenheit absucht. Ganz bestimmt.
Ich habe es am Montag nicht gefunden. Heute ein neuer Versuch. Wieder nichts. Die Desktopsuche angeschmissen: Verkauft bei eBay. Im Dezember 2001, weil ich eine Gesamtausgabe gekauft habe, die, in der ich am Montag nicht lesen wollte.

Wird Zeit, dass ich die restlichen Bücher bei LibraryThing eingebe und wenigstens die Regale nummeriere, wenn ich schon keine innere Ordnung habe und auch nicht haben will, die Bücher stehen zu großen Teilen hier nach “Eingang”. Das ist aber so langweilig, wie es eben nur geht. Ich betrachte die Bücher auf den bereits eingegebenen Regalmetern mittlerweile als die guten, netten Bücher, im Gegensatz zu den schrecklich vielen bösen und rebellischen, die sich bisher noch der Eingabe widersetzt haben.

Ich kann nicht ohne Spiele leben, homo ludens ich, und wenn ich schon nicht anderen beim Fußballspielen zuschauen kann, spiele ich eben selber. Jetzt halt Skat. Werde auch besser. Diese Beleidigungen beim Online-Skat haben mich tief verletzt. Aber wer hat dieses Spiel eigentlich erfunden? Ich glaube sicher, dass es Teile der Gruppe waren, die gutgläubige Christen für die Rekrutierung neuer Homosexueller und damit für den geplanten Untergang der Welt verantwortlich machen würden, die sogenannte Schwulenmafia. Denn wie könnte es anders sein? So freut man sich beim Skat doch über nichts mehr, als den Anblick junger Männer (Buben) und empfindet nichts als Verachtung gegenüber den Damen, die den geringsten Zählwert haben, nichts gewinnen und beim Abwerfen trotzdem wertvolle Punkte kosten? Genau! Kann gar nicht anders sein! Und qua solcher Prägung verspricht sich die von mir vermutete Geheimorganisation Auswirkungen auf das echte Leben, das Leben nach dem Skat, aber mich kriegt ihr so nicht, ich durchschaue das natürlich.

Ist es nicht auch verwunderlich, dass es in den Siebziger-Jahren kein feministisches Gegenskat gab, in welchem die Rollen vertauscht waren? Vermutlich nicht. Vielleicht ist Skat auch ganz egal. Gesamtgesellschaftlich betrachtet. Aber symptomatisch. Symptomatisch ist des scho.

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