Mai 2007


Paul, es tut mir leid!
Aber wenn ich morgens früh, verschwitzt, viel zu spät, nach vier Kilometern Waldmarsch, schnell ins Seminar müßend, beim Pillern angesprochen werde, da kann ich schon mal komisch reagieren, so komisch, dass die absolut typische Reaktion, wenn einem einer erzählt, dass er vor drei Wochen geheiratet hat, nämlich zu gratulieren, ausbleibt. Statt dessen nur “Warum das denn?” zu fragen und letztlich gar nicht weiter darauf einzugehen. Peinlich. Paul ist allerdings ein ganz unglaublich bibeltreuer Christ, der einem mit seinem seltsamen totalen Gottvertrauen schon mal innerlich zur Weißglut bringen kann, und ich alles was er tut erst mal fragwürdig finde. Trotzdem sollte man sich vermutlich auch für solche Menschen freuen, wenn sie jemanden gefunden haben, der es glaubt mit Ihnen aushalten zu können. Sorry Paul. Herzlichen Glückwunsch und alles Gute!

Alles, aber wirklich alles für Arminia laufen kann. Warum nicht ein drittes mal?
Nächsten Samstag verlieren:
Dortmund gegen Schalke
Hamburg gegen Nürnberg
Cottbus gegen die Bayern
Hertha gegen Leverkusen
Bochum gegen Stuttgart

Und wenn wir dann Hannover schlagen sind wir Achter!

Das ist insgesamt ein kurioser Spieltag. Die ersten Sieben spielen gegen Mannschaften zwischen 8 und 14 und die letzten 4 spielen untereinander.

Aachen darf auch Wolfsburg schlagen und in der Liga bleiben. Meinen Segen haben sie.

Im Leben nicht. Großartige Arminia! Vielen Dank!

Gestern Nacht totale Duplizität der Ereignisse. Exakt wie lezten Sonntag nach dem Spiel gegen 0 Uhr aus Leverkusen nach Hause gekommen, etwas über leicht angetrunken, die Wiederholung der Konferenz der beiden Sonntagspiele fing, genau wie letzte Woche, gerade an, was ich erfreut zur Kenntnis nahm, und genau wie letzte Woche bin ich zu Beginn der zweiten Halbzeit eingeschafen und um 4 Uhr irgendwas wieder wach geworden, bei sonem spanischen Fußballquatsch. Der Körper holt sich halt was er braucht. Hätte aber wirklich gerne noch mal Kampers Tor gesehen. Aber es läuft ja nicht weg. Ist da für die Ewigkeit.

Ich muss bei Ernst Middendorp um Verzeihung bitten, dem ich dies nicht, nicht im Ansatz zugetraut hätte, bin aber noch nie ein großer Middendorpfan gewesen, als bekannt gegeben wurde, dass er übernehmen würde, habe ich diese kleine Miniatur-Tirade verfaßt, aber nicht veröffentlicht, weil ich damit ziemlich alleine stehe, und jetzt mache ich mich noch lächerlicher, auch wenn ich immer noch glaube, dass der Ernst ein potentieller Praktikantinnenangrabbler ist.

Kannste ja echt keinem mehr erzählen, dass du Arminiafan bist. Middendorp? Das ist so einer der Praktikantinnen begrabbelt. Jahrhunderttrainer? Da kann man mal sehen, was das für ein übles Jahrhundert war. Als nächstes schaffen wir fließend Wasser ab und dann geht’s zurück auf die Bäume.
Arminia dreht die Evolution um!

Mir is schlecht.

Was für ein schöner Regentag heute ist!

Als vehementer, zumindest im angestrunkenen Zustand, Verfechter eines Videobeweises im Profifußball und der noch viel vehementeren Ablehnung desselben in Fußballinstitutions- und vor allem Schiedsricherkreisen, trotz aller guten Arumente, bin ich, natürlich nicht nur deshalb, ein großer Skeptiker des Schiedsrichterwesens, und sehe so Fehlentscheidungen doppelt kritisch.
Allein diese Ablehnungshaltung gegenüber einer solchen, recht objektven, leicht zu installierenden Beweisinstanz, überhaupt die totale Ablehnung über Irgendetwas mit sich reden zu lassen, und im allerbesten Fall nur die Meinung des Assistenten zu berücksichtigen, verleitet mich dazu zu behaupten, dass die Bezeichnung SchiedsRICHTER fehlgewählt ist. Neutralität alleine kann einen Richter nicht ausmachen, er muss auch die Fehlbarkeit eines einzelnen Standpunktes anerkennen und muss Entscheidungen nicht allein aus dem ersten Impuls heraus treffen.
Natürlich weiß ich, dass man sich während eines Fußballspiels nicht wegen jeder Kleinigkeit zusammenstzen kann, um die Sache noch mal in Ruhe durchzugehen, und die meisten, mehr oder weniger unkritischen, Entscheidungen müssen sofort getroffen werden, um das Spiel nicht zu verzögern. Trotzdem meine ich, dass auch den Schiedsrichtern ein etwas bescheidener wirkendes Auftreten gut stehen würde, die zwar ihre Entscheidungen durchsetzen, aber mit Körperhaltung und -sprache, nicht wie bisher Alleinherrschaft, sondern Alternativlosigkeit ausdrücken, in dem Sinne, dass die Entscheidung unabänderlich steht, ich aber durchaus Unrecht haben könnte, denn wir haben nicht den Raum und die Zeit den Dingen wirklich auf den Grund zu gehen.
Und es gibt Entscheidungen, die nicht unkritisch sind, die über Sieg und Niederlage entscheiden, und die man anhand eines Videobeweisen innerhalb von nicht einmal einer Minute geklärt wissen könnte. Ein vor Mißbrauch schützendes System wäre eines, wie es im American Football eingesetzt wird, wo jedem Trainer während eines Spiel maximal dreimal die Möglichkeit gegeben wird eine Entscheidung in Frage zu stellen, die dann per Videobeweis überprüft wird.
Alles kein Problem und hat mit der Einfachheit des Spiels in der Kreisklasse nichts zu tun, und wer behauptet, dies würde die Autorität der Schiedsrichter einschränken, verwechselt Autorität mit Unfehlbarkeit und an eine solche glaubt, glaube ich, keiner.

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