April 2007


Über Rechschreibfehler macht man sich nicht lustig, und über so ernste Sachen wie tot sein vermutlich auch nicht, aber diese Überschrift klingt so schön nach, wenn man das mit comichaft itallienischem Akzent vorliest, na wie als ob das Super Mario verfaßt hätte:

Schwerer Verkehrsunfall – eine Fahrer gestorben

Nichts zu Weihnachten? Die Höchststrafe.

Mir gehen Babies ganz gehörig auf den Keks, zumindest bis sie volljährig sind, und auch danach sind viele noch unerträglich. Was mich aber ganz besonders stört, ist, wie wenig kleine Kinder im Vergleich zu manch anderem Tier doch können und wie viel Lärm sie trotzdem machen, so als ob es kein Lebewesen gäbe, welches sie nicht sofort aufessen wollte. Die kleinen Nervensägen lernen frühestens mit 10 Monaten laufen (ich 17), sie machen das dann auch erstmal noch ziemlich schlecht und fallen ständig um, was im interspezies’schen Vergleich oberschwach ist, die meisten Säugetiere können, und das sogar auf vier Beinen, direkt nach der Geburt laufen,sind vollkommen behaart und müssen trotzdem ihr ganzes Leben lang nicht zum Friseur, sie schreien auch nicht die ganze Zeit wie am Spieß.
Und wenn man als Bekannter oder Verwandter der Eltern, aus gutem Grund, ein Baby seit seiner Geburt 12 oder 13 Jahre lang nicht mehr gesehen hat, sagt man für gewöhnlich “Du bist aber groß geworden!” und meint wohl, dass dieses Exemplar schon geschlechtsreif ist, aber was heißt schon “schon”? Auch hier schneidet der Mensch im Vergleich zu beispielsweise den Nagetieren, auch unter Berücksichtigung der durchschnittlichen Lebenserwartung, sehr sehr schlecht ab, während das Menschenjunge noch das Formular zur Kindergartenaufnahme ausfüllen läßt, denn sie lassen sich von vorne bis hinten bedienen, denken die gleichaltrigen Kannichen schon über Enkelkinder nach.
Und die Zeche für diese ewige Rumtrödelei zahlt wer? Naja, wenigstens sind die ehemaligen Babies so anständig, um diese so durch ihre Nachfahren entstandenen enormen Gewinneinbußen stillschweigend zu ertragen.

Aber Summasummarum kann so ein Baby nix. Für mich bitte erstmal keins.

[Edit 23.04.2008: Irgendwas muss im letzten Jahr augenscheinllich mit mir geschehen sein, nicht dass ich die Phänemonologie des Babys damals ernst gemeint hätte, Babies habe ich auch damals schon gemocht, so war dass mit dem "Für mich bitte erst mal keins" durchaus so gemeint, aber das sehe ich, und zwar nicht aus rationeller Denkarbeit, sondern ich weiß nicht warum, das sehe ich plötzlich gar nicht mehr so. Ich würde eins nehmen. :-) ]

Was mich in der Vergangenheit schon öfter genervt hat, war, dass ich von unterwegs nicht mal schnell online Geld überweisen konnte, da man ja seine TAN-Liste nicht mit sich rumschleppt. Aber seitdem die TANs durchnummeriert sind, braucht man sie ja auch nicht mehr durchzusteichen, um zu sehen, welche schon verbraucht sind, weshalb ich jetzt aus der eingescannten Liste ein 128-Bit-verschlüßteltes PDF-File gemacht und hochgeladen habe.
Das ist ja vielleicht praktisch. Nächstes mal eventuell sogar mit character-recognition, dann kann ich sie auch rauskopieren, aber fünfstellige Nummern gehen gerade noch so abzutippen.
Und wenn ich jetzt die Originalliste vernichte ist alles noch viel sicherer. Aber Geld gibt es bei mir sowieso nicht.

Was die große Arminia dieses Jahr macht ist eine ganz besondere Form von Kunst, und zwar die der Tabellenmalerei, keine einfache Aufgabe, muss doch alles passen und die Uneingeweihten müssen auch mitziehen, der Zufall spielt also für das Gelingen keine unbedeutende Rolle.

Das erste Männchen war nach der Niederlage in Aachen komplett, jetzt wird dies nächste Figur angegangen, und erst saisonübergreifend vollendet werden. Dies ist auch der Grund, warum gestern nicht gewonnen werden durfte, das wäre ein sehr ungelenker zu gerader Strich geworden.

der doofste Saisonverlauf

Die Aussichten sind natürlich sehr gut, wie der Verlauf der grünen Linie zeigt.

Guck mal! Wir werden noch Fünfter!

(Tabellen aus Das Fussball Studio)

Bestimmt zu spät. Mit 49 hat er seine guten Gene vermutlich schon verteilt.

FB/ Am 4.4., gegen 23.20 Uhr, wollte ein alkoholisierter 49jähriger gebürtiger Russe seiner Frau seinen Mut beweisen und hängte sich an die Außenbrüstung des im 7. Obergeschoß befindlichen Balkons der gemeinsamen Wohnung in der Straße Gerstenkamp. Nach einigen Klimmzügen versagten ihm jedoch seine Kräfte und er stürzte etwa 20 Meter tief ab. Schwer verletzt blieb er auf einem Dornenbusch liegen. Nach ärztlicher Notversorgung vor Ort wurde er dann in das Städtische Krankenhaus gebracht. Dort erlag er heute gegen 03.20 Uhr seinen Verletzungen. Hinweise auf ein Fremdverschulden haben sich nicht ergeben.

Ich habe das erstmal bei den Darwin Awards vorgeschlagen.


Von hier

Die Zahnarzthelferin hält mich jetzt bestimmt für gierig oder geizig oder beides.
Ich habe mir eben einen Weisheitszahn ziehen lassen, da die entzündete Wurzel einfach nicht aufhören wollte entzündet zu sein. Dieser Zahn war überkront, mit irgendnem billigem Zahngold. Nach der Extrahierung fragt mich der Zahnarzt, so verstehe ich das zumindest, ob ich die Krone mitnehmen wolle, sonst schmeißen sie die weg. Ich denke mir nur: klar, schmeiß weg den Scheiß, braucht kein Mensch, Alder!, mache zu meinen Gedanken eine wegwerfende Handbewegung und fabriziere einen stimmlosen Laut, der wohl Gleichgültigkeit verheißen soll.
Als der Arzt dann aus dem Zimmer ist, fragt mich die nette Zahnarzthelferin nochmal, das Gleiche, aber diesmal verstehe ich, ob ich die Krone mitnehmen möchte, sonst würden sie die spenden. Spenden, hm? Ich brauche bestimmt fünf ganze Sekunden, um mir zu überlegen, wie ich das am Besten ausdrücke, dass ich mir wirklich gerne selber aussuchen möchte, an wen ich was spende, entscheide mich dann aber nur zu einem “Ach, dann nehme ich die eben mit”. Nichts gegen Zahnärzte, meiner ist ganz besonders super, aber, trotz alledem, es sind Zahnärzte und ich kann mir nicht vorstellen, dass wir, und wenn dann nur durch Zufall eine gemeinsame unterstützungswürdige Institution finden würden. Und am Ende landet das Gold noch in der Vereinskasse des BVB oder bei der Internationalen Vereinigung der Jungtieresser, ich mein, Zahnärzten ist doch alles zuzutrauen.

Ich habe ja keine Ahnung was so altes Zahngold wert ist, vermutlich kaum mehr als nichts. Und bestimmt bin ich der Erste der seine alte Krone nicht spendet, aber ich hatte riesige, unermeßliche Angst unwissentlich z.B. Nambla zu unterstützen und das will ich natürlich nicht. Wegschmeißen ok, Spenden mach ich selber, oder mir kurz erklären an wen oder was.

Ich habe die Platte von Hanne Hukkelberg noch nicht gehört, aber mich eben die ganze Zeit gefragt, woher ich denn die Rykestrasse kenne, bis mir dann einfiel, dass ein Freund von mir da wohnt. Toll. Erst Lou Reed mit der Stadt und nun jemand mit der Strasse, der wohnt schon im Popkulturzentrum.
Für Menschen, die viel umziehen und ihre Platten gerne im Bademantel zu Hause aufnehmen ist das vermutlich eine gedächtsnisstärkende Methode seine Alben zu benennen, einfach Strassenname und Hausnummer und schon weiß man später immer wann man wo war und was man da gemacht hat.
Blöd nur, wenn man in der “Gadderbaumer” oder der “Dr.-Viktoria-Steinbiß-Str”. wohnt, keine guten Namen für Roch’n'Roll.

Aber ordentlich abschrecken die Eier.

(via Lifehacker)

Nadine Jarvis kann aus den Überresten verbrannter Leichen bis zu 240 Bleistifte machen. Das gefällt mir. Obwohl ich zuerst dachte, als ich das Foto gesehen habe, dass sie einen einzigen Bleistift aus der Asche macht, was ich dann doch ein wenig wenig fände, vor allem als notorischer Stiftkauer kann das schnell in einer ekligen kleinen, stummeligen Erinnerung an die Hinterbliebenen enden. Aber 240 Bleistifte sollten schon eine Weile halten.

Doch erstens weiß ich nicht, was das kosten soll. Bestimmt viel zu viel. Und zweitens haben wir ja in Deutschland noch ordentlich Respekt vor den Finanzen unserer Friedhöfe, so dass man mit unsesren Toten nichts weiter machen darf, außer sie in irgendeiner Form dort aufzuheben.

(via boing boing)

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