Apropos Low. Hier ein neues Video von den alten Mormonen.
März 2007
Do 22. Mrz 2007
Do 22. Mrz 2007
Ich wollte zwar am Freitag nach Hamburg, um noch mal Will Oldham zu sehen, aber meine Kontaktperson der Wahl vor Ort hat nicht auf meine E-Mail reagiert oder benutzt die Adresse nicht mehr, egal, habe es dann auch für vernünftig gehalten nicht zu gehen, er war ja auch nur allein mit Gitarre da und das Geld und so.
Aber jetzt bin ich doch ganz wehmütig, wenn ich die Fotoreihe bei der Zeit sehe.
Und ich kann mir gut vorstellen, dass man sich noch Wunderdinge vom letzten mal in HH erzählt, das war eines der besten Konzerte auf dem ich je war.
Naja. Nächste Woche Arcade Fire in Köln wird sicher gut.
Und wenn ich schon mal dabei bin. Ich möchte Low in Münster am 4.5. und/oder cold war kids am 10.5. in Hamburg sehen. Kommt wer mit?
Mi 21. Mrz 2007
Dies auf Spiegel Online.
“Die Wahrscheinlichkeit eines atomaren Angriffs auf eine amerikanische Stadt steigt, und die Folgen wären nicht zu bewältigen”, sagt Dallas. Die medizinische Infrastruktur der USA, so das zentrale Ergebnis der Simulation, wäre mit den Folgen einer solchen Katastrophe hoffnungslos überfordert.
Ist das so? Dass diese Wahrscheinlichkeit steigt, mag ja sein, sie war sicher auch schon mal größer, aber dass die medizinische Infrastruktur mit den Folgen einer Atombombenexplosion in einer größeren Stadt, und das als zentrales Ergebnis einer sehr aufwändigen dreijährigen Studie, hoffnunslos überforrdert wäre, da wäre ich nicht drauf gekommen. Ich habe allerdings auch nicht jahrelang darüber geforscht. Man hört doch immer nur Gutes über das Gesundheitswesen in den USA, da bekommt jeder die bestmögliche Versorgung, und es gibt überhaupt keine Wartezeiten. Ich bin, gesunder Menschenverstand eben, immer davon ausgegangen, dass es an den Rändern einer jeden Stadt viele viele, momentan patientenlose, Krankenhäuser gibt, in welchen Tausende Ärzte, alle mit dem Fachgebiet der postapokalyptischen Nachsorge, und ein Arsenal an sonstigem medizinischen Personal, einzig und allein darauf warten, dieses, ganz sicher bald kommende, unschöne Zeichen der Zeit ein wenig erträglicher zu machen.
Wofür, wenn nicht um solche ungeanhnten Erstaunlichkeiten herauszufinden, brauchen wir die Wissenschaft? Nur warum dauert das so lange? In “24″ haben die ihre “estimates” über Opfer im “perimeter” innerhalb von Minuten.
Wer also vorhat eine Atombombe in einer amerikanischen Großstadt detonieren zu lassen, laßt es euch gesagt sein, nicht dass ihr es nachher gar nicht so gemeint habt, denn nun wißt ihr es, ihr würdet damit großen Schaden anrichten.
Mi 21. Mrz 2007
Ich habe dieses eklige “Bücherei für zu Hause”-Set über Iliketotallyloveit gefunden. Mir wäre es schön peinlich, wenn mir jemand ein Buch leiht, welches wie ein Bibliotheksbuch gekennzeichnet ist und ich als Ausleiher vermerkt wurde.
Wer Bücher verleiht muss damit rechnen sie nie wieder zu bekommen, so ist das eben, so war das auch schon immer. Wer sie unbedingt zurückhaben möchte, muss sich selber darum kümmern und dafür sorgen, dass die wertvollen Dinger zurückkommen. Ich verleihe gerne Bücher. Mir ist das egal, wenn einer ein von mir geliehenes Buch nie mehr erwähnt, ich freue mich aber immer sehr, wenn mir jemand sagt, dass er noch dies oder jenes Buch von mir hat, Beweis genug dafür, dass er ein Spitzenmensch ist, und da ich von Anfang an ja nicht damit rechne, Bücher wiederzubekommen und der Arme keine Sorge dafür tragen soll wann und wie er es mir wiedergibt, sage ich dann eigentlich immer, dass er es gerne behalten darf. Oft habe ich mir so oder so schon Ersatz besorgt.

Di 20. Mrz 2007
Ich habe ehrlich momentan ein wenig die Schnauze voll von Problemen, und wenn ich dann so neunmalkluge Buchtitel im Regal sehe wie “Alles Leben ist Problemlösen“, hilft das auch nicht. Außerdem, für wen es ein Problem darstellt bsw. seine Hose zu öffnen, um seine Notdurft zu verrichten oder nach Verrichtung sich entspannt zurückleht, da er ein richtiger Troubleshooter ist, für den ist das Leben eigentlich nichts.
Nichts gegen Karl Popper im Übrigen. Ein ganz ein Großer.
Sa 17. Mrz 2007
Dieses Bild habe ich eben beim Aufräumen gefunden.

Als ob die Laune noch nicht schlecht genug wäre.
Sa 17. Mrz 2007
Alkohol ist keine Lösung.
Sa 17. Mrz 2007
Ich installiere gerade meinen Computer neu und wollte mir die Installationsdatei von Open Office runterladen. Der erste Download-Server war, wie immer, und ich vermute, dass das was mit dem Alphabet zu hat, Aachen. Und das gleich zwei mal. Ne. Hab ich gedacht. Von euch Spaselmacken lade ich nichts runter.
Ich könnte übrigens kotzen!
Ich lade es jetzt von den Braunschweigern runter, die armen Schweine haben es noch ärger.
Do 15. Mrz 2007
Ich enpfinde diese Mischung aus Freude etwas Schönes entdeckt zu haben kombiniert mit dem Ärger darüber, noch nicht vorher davon gehört zu haben als noch mal extra ärgerlich, obwohl ich mich ja gerade über den unsinnigen Ärger ärgere. Endlose Ärgerkette.
Aber dieses anonyme Postkarteneinsendesache mit Geheimnissen, PostSecret, ist großartig.

Und es gibt jemanden, der eine meiner idiotischsten Gefühlsregungen teilt. Wenn ich im Aufzug weiter nach oben fahre, dann habe ich bestimmt was Wichtigeres zu tun als du. Dabei ist andersrum vermutlich immer richtig.

Mi 14. Mrz 2007
Die meisten Mails, die ich schreibe und bekomme, hebe ich auf. Eben ist mir eine Mail aufgefallen, die mir Amazon 1999 geschickt hat. Der Wortlaut kommt mir so seltsam vor, dass ich mir unter keinen Umständen vorstellen kann, so eine Mail heute noch von einer großen Internet-Firma zu bekommen.
Datum: 12. Aug. 1999 – 16:36
Herzliche Gruesse von Amazon.de!
Wir haben vom Lieferanten die Information erhalten, dass der folgende Titel leider derzeit nicht lieferbar ist:
Claude Simon “Die Akazie. Roman.”
Wir bedauern, dass es so lange gedauert hat, bis wir zu diesem Schluss gekommen sind. Bis vor kurzem hatten wir noch die Hoffnung, diesen Titel fuer Sie besorgen zu koennen.
Dieser nicht erhaeltliche Artikel wurde aus Ihrer Bestellung gestrichen.
Ihre Kreditkarte wird fuer diesen Artikel nicht belastet.
Wir bemuehen uns sehr, stets auf dem laufenden zu sein, was die Verfuegbarkeit und Preise aller unserer Artikel betrifft. Diese Informationen werden uns von unseren Lieferanten gegeben, und gelegentlich kann es vorkommen, dass etwaige Aenderungen noch nicht in unserer Datenbank erfasst sind. Fuer dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten moechten wir uns aufrichtig bei Ihnen entschuldigen.
Wir haben daher nun Ihre Bestellung storniert.
Vielen Dank fuer Ihr Interesse an Amazon.de!
Wir hoffen, Sie bald wieder begruessen zu duerfen!Mit freundlichen Gruessen
Amazon Deutschland/Oesterreich
http://www.amazon.de
http://www.amazon.at
Klicken. Waehlen. Freuen.
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- “Herzliche Gruesse von Amazon.de!” – Ist das nicht eine seltsame Anrede? Mir jedenfalls nicht geläufig
- “Wir bedauern, dass es so lange gedauert hat, bis wir zu diesem Schluss gekommen sind.” – Zu diesem Schluß gekommen? Was für eine Entscheidungskette und wieviel Abwägen steckte denn dahinter?
- “Bis vor kurzem hatten wir noch Hoffnung” – Da wurde sich ja richtig um einen gekümmert, auch wenn ich vermute, dass sich damals nicht mehr gekümmert wurde als heute, man dachte nur, man könne den Leuten so einen Blödsinn auftischen.
- “Fuer dadurch entstandenen Unannehmlichkeiten moechten wir uns aufrichtig bei Ihnen entschuldigen.” – Aufrichtig? Das Buch gibt’s nicht. Big fucking deal. Und ordentlich Korrekturgelesen werden die Massenmails dort auch nicht, vielleicht aber auch Absicht, um diese kümmernde, persönliche Art zu unterstreichen.
- “Ihre Kreditkarte wird fuer diesen Artikel nicht belastet.” – Hätten sie ruhig machen können, ich hatte damals gar keine.
- “Klicken. Waehlen. Freuen.” – Habe schon bessere Werbesprüche gehört. An diesen erinnere ich mich überhaupt nicht mehr.
Und gut gefällt mir auch die Verweigerung von Umlauten und Esszetts, damit bloß die geekigen Internet-Faschisten nicht meckern.
