Januar 2007


Vor Jahren habe ich immer gepredigt, bevor Attac eine öffentliche Aktion daraus machte, dass die große Musikindustrie sich nur dadurch wird retten können, wenn sie sich vereint und jedem, der eine geringe monatliche Flatrate von 5 oder so Euro zahlt, grenzenloses Musikkopieren erlaubt … ich bin eigentlich sogar für die Einführung einer Mediensteuer in ungefähr dieser Höhe auf Breitband-Internetanschlüsse, die dann anhand von Analysen was wie oft runtergeladen wird aufgeteilt wird. Platten dürfen sie natürlich weiterhin verkaufen. Und wie hier in der NYT scheint jetzt sogar die "Internet-Großindustrie" in Form von Dave Goldberg, Chef von Yahoo Music, in einem  Pauschalmodell die Zukunft zu sehen und, entgegen meiner Kenntnis, ist dies in Korea auch schon der Fall.

IN the long view, Mr. Goldberg said he believes that today’s copy-protection battles will prove short-lived. Eventually, perhaps in 5 or 10 years, he predicts, all portable players will have wireless broadband capability and will provide direct access, anytime, anywhere, to every song ever released for a low monthly subscription fee.

It’s a prediction that has a high probability of realization because such a system is already found in South Korea, where three million subscribers enjoy direct, wireless access to a virtually limitless music catalog for only $5 a month. He noted, however, that music companies in South Korea did not agree to such a radically different business model until sales of physical CDs had collapsed.


Ich freu’ mich drauf und hoffe, dass bevor die Vernunft siegt nicht auch hier alles zusammenbrechen muss. Ich kann mir durchaus vorstellen, dass letztlich auch die Indielabels davon insofern profitieren würden, da sie zwar nicht die Download-Charts stürmen werden, doch wird der Gesamtanteil an runtergeladener Indie-Musik höher sein, als der jetzt verkaufte, da die Hörer unabhängiger Musik generell ein größeres Interesse an Musik zuzusprechen ist und ein einzelner im Vergleich zu einen Normalverbraucher, der vielleicht 3 Alben im Monat runterlädt, zwischen 10 und 20 und mehr runterladen wird, die er sich in den meisten Fällen nicht alle hätte kaufen können. Und da der Indiemusikliebhaber natürlich auch ein guter Mensch ist wird er seine Favoriten auch gezielt unterstützen … und sowieso noch viel mehr auf Konzerte gehen.

Ich habe ganze Zeit gedacht, dass es doch jetzt mal fertig sein muss, und alles weitere das Bild kaputtmacht, aber nein.

(Aus: Le Mystère Picasso via boing boing)

Ach Conan ist schon lustig, aber ich habe auch nur begrenzt Zeit und die Daily Show und Colbert reichen mir eigentlich vollkommen … und es waren doch immer viele “Misses” dabei damals, als ich es noch immer fein auf NBC Europe geschaut habe.

Damit hier nicht der Eindruck entsteht, da ich gerne auf Apple rumhacke, dass ich Windows in irgendeiner Form von Liebe ergeben wäre, sage ich, dass ich mich noch nie so wenig auf ein Betriebssytem gefreut habe wie auf Vista, auch wenn ich große Lust auf was Neues habe. Wohingegen mich grafische Spielereien eher nerven, da es meist eher Zeit kostet denn spart, wenn sich alles dreht und bewegt und man weiß was man tut. Doch schwant mir angesichts der hysterischen Sicherheits- und DRM-Maßnahmen wirklich Übles.

Folgendes Zitat von Cory Doctorow klingt lustig, ist aber sicher nur eine von vielen Lächerlichkeiten.

Vista is a disaster. Microsoft is so desperate to get the entertainment industry locked into its platform that they’ll destroy themselves to get there. This is an operating system that, when idle, will have to check itself every 30 microseconds to make sure nothing is still happening, and no hackers are attacking it. It acts like an unmedicated paranoid. If Vista catches on, hundreds of millions of computers will be burning heptillions of cycles and tons of coal just making sure that no one is putting a voltmeter on the traces on its motherboard.

Ich kann es eigentlich gar nicht mehr abwarten bis Linux auch für mich zu einem wirklich benutzbaren Betriebssytem wird, vielleicht ist es das sogar schon, ich habe es nie wirklich ausreichend getestet, da ich im Grunde mit XP, der Masse an freien Software und dem was sich da in den letzten Jahren tat höchst zufrieden bin und wirklich gut damit zurechtkomme, und für einige Programme, die mir wichtig sind, gibt es leider wirklich keinen Ersatz unter Linux. Abwarten.

Ich mußte auch erst 18 werden um mitten in der Nacht, besoffen, nackt und gemeinsam mit einem Mädchen, die ich drei Stunden vorher kennengelernt habe, zum ersten mal in meinem Leben vom Fünfer zu springen.  14 Jahre später würde ich das nicht mehr machen … zumindest nicht nackt.

Aber diese Enten machen das schon gut.

(via zefrank)

Kristin Thompson schreibt hier einen schönen Artikel über den Stand der Dinge der Hobbit-Verfilmung, die mich ehrlich gesagt nicht sehr interessiert, aber interessant sind die Summen die Peter Jackson, Fran Walsh und
Saul Zaentz tatsächlich mit den LOTR-Verfilmungen gemacht haben … und trotzdem nicht zufieden sind. Aber ist sicher gang und gäbe in Hollywood, 20 Millionen Nachzahlung außergerichtlich, warum eigentlich nicht?

Und bei alledem ist es mir ein unendliches Rätsel wie man diesen LOTR-Quatsch wirklich spannend finden kann, exzellente Inszenierung hin oder her.

Ganz gutes Video von Microsoft aus den 80ern.




(via boing boing)

Was so oder so klar war, die ziemliche Abgeschlossenheit des iPhones, stellt Steve Jobs der New York Times zufolge als Feature dar:

“We define everything that is on the phone,” he said. “You don’t want your phone to be like a PC. The last thing you want is to have loaded three apps on your phone and then you go to make a call and it doesn’t work anymore. These are more like iPods than they are like computers.”

Nun, ok. Aber ich dachte das war der Hauptsinn eines "Smartphones", dass man es seinen eigenen Bedürfnissen anpassen und aus einem riesigen Arsenal von Software wählen kann. Wir stellen fest: Das iPhone ist kein Smartphone, sondern ein schicker Medienplayer mit Telefon, Webbrowser und ner lüttem Kamera. Aber letztlich paßt die Diktion “We define everything that is on the phone", da es der Haltung vieler Apple-User entgegen kommt für die Apple immer alles richtig und perfekt macht und man nichts anderes braucht.

“These are devices that need to work, and you can’t do that if you load any software on them,” he said. “That doesn’t mean there’s not going to be software to buy that you can load on them coming from us. It doesn’t mean we have to write it all, but it means it has to be more of a controlled environment.” (Hervorhebung MS)

Genau! Die Leute wollen ihre Grenzen gezeigt bekommen.

Via boing boing, wo noch ein schönes altes Apple-Telefon ist.

Nachdem ich dieses sehr schöne Pappmaché-Werk hier gesehen habe, welches "Sprung ins Leben" betitelt ist, mußte ich an die fürchterliche "Walk on the Wild Side"-Version von Herbert Grönemeyers erster Platte denken und hatte gleich prima Laune.

Hier das Lied:




Ich halte ja eigentlich nicht sehr viel von lustigen T-Shirts oder, wie Max Goldt auch, von beschrifteter Kleidung generell, aber dieses Shirt ist ganz schön gut … und ist auch nicht beschriftet.


Wii Death

 

Erhältlich hier, gefunden hier.

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